Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
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ven Zingädern zwey neue Vorwerke, jedes. zu 4661 Morgen Aderfläche erbaut, und auf jedes 4== 500' Hammel gegeben. Eins derſelben wird, wie ſchon angegeben, benußt. Es. ſind nämlich 300 Morgen

in 3 Felder, oder vielmehr ſechs Schläge getheilt, und

1009 Morgen ſind zu den Weidekoppeln beſtimmt. , Das andre aber wird in regelmäßigem Fruchtwechſel mit 6 Schlägen gehalten, und es werden die Früchte in folgender Ordnung erbaut: 1) HaFfrüchte, 2) Ger- ſte. 3) Klee. 4) Noggen.' 5) Erbſen. 6) Roggen. Der Erfolg kann ſich jedoch erſt in mehrern Jah? ven ausſprehen, da ich dieſe AeXer nicht in gleichem Duünguüngszuſtande übernommen habe. - Was übrigens Liebe zur Sache und verſtändig und am rechten Orte angewandte Kraft vermöge, davon giebt

'das Gut Betendau den Beweis 3; denn wie ih Ihnen

oben ſagte, es' war unter Null im Ertrage, und jekt gehört es zu den beſten, und giebt beſonders in der Scaafzucht die höchſte Rente. Hr. v. Pr. machte es äber mit demſelben wie der Vater mit dem verlornen Sohne: er nahm ſich deſſelben beſonders an und machte es zu ſeinem Schooßkinde.

Mehr als eine Meile ſüdlich von hier nahe bei Leobſchüß! liegt das ihm ebenfalls zugehörige Gut Grdb-

- nig. Hier wird auf einer AFerfläche von nahe an 2000

Morgen nur ſo viel Zugvieh gehalten, als zur Beſtel: lung von Kartoffeln, Futtergemenge und Klee in der Brache erforderlich iſt. Es haben nämlich die Bauern des hieſigen und einiger benachbarten Dörfer die Ver» pflichtung den ganzen Aer zu beſtellen.Das heißt aber nicht blos zur Saatz ſondern auch die Einbringung der Erndte. Da darf denn von der ſtrengſten Dreyfel-