Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
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M 1730==

und im' dtitten Jähre wird' die Ordnung umgekehrt: das heißt, es iſt nunmehr reine Brache und Erbſenſaat da, wo vor drey Jähren Klee ſtand, und. dieſer ſteht jeßt da wo reine Brache und Erbſenſaat war. Hier- durch entſteht venn eine fechsſchlägige Witthſc<haft, deren Umlauf folgender iſt., 1) Brache gedüngt und ein Theil Erbfen. 2) Winterung, 3) Gerſte. 4) Klee. 5) Win? ferung. 6) Sommetung.;

Hierbei waren äber no zwey Mängel zu beheben, Dev eine wart die Kärtöffel- Ausſaat', die, wegen des Rüſchlages der Winterüng näch derſelben, unmöglich in den Brachſchlag kommen durften, und der zweyte: die von der Zeit des Umbruchs der Brache bis zu den Stoppeln fehlende Schaafweide." Dieſen Mängeln hat Hr. v. Pr. dadurch abgeholfen, daß er bei jedem Vor- werke den entfernteſten A>er, etwä den 5ten bis 4ten Theil abgeſchnitten, und dieſen dazu beſtimmt hat, im erſten Jahre Kartoffeln gedüngt, dann Erbſen und dann Korn zu trägen. In leßteres wird weißer Klee und Grasſaamen geſät, und.dann bleibt das Feld zu dreijähri- ger Weide liegen. Dieſe ſechs Weide- Koppelſchläge tra- gen denn auh ihre Rente ſehr ſicher. Wenigſtens war Die Weide, die ich darauf ſah, ausgezeichnet, und es konnte der Morgen leiht 10 Sc<aafe auf 6 Monate er nähren.- 1

Noch hat dieſerdenkende Landwirth' zwey neue Vorwerke auf eingezogenen ZinsäFern erbaut. In Hin- ficht ver Bewirthſchaftung derſelben laſſe ich ihn felbſt ſprechen.Um jedoch zu wiſſen wie ſich die Meſaillance zwiſchen Schlag- und Dreyfelderwirthſchaſt verhält, und um zugleich einen Verſuch mit völliger Stallfütte- eung der Schaafe zu machen, habe ich auf eingezoge-