Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
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Boden, den Tritt 1des Zugviehes ertrug... Jeßt wurden fie umgebrochen, mit Futtergemenge beſät, und das. andre Jahy ward unter dieſes, oder unter eine Halm?» frucht, je nachdem man-es am vortheilhafteſten achtete, Grasſaamen geſtreut. Da man dieſen von den edelſten Sorten nahm, und die auffommenden Gräſer mit der größten Sorgfalt pflegte, fo hatte man das dritte Jahr ſchon eine ſchöne Wieſe, und im vierten einen ſehr reich- lichen Heugewinn.;;

Nun glauben Sie abey wohl, daß dieſe Anſtren-

gungen einen ziemlichen Kapitals- Aufwand. erforderten.

Er iſt aber dennoch weit geringer, als wie ſich der, wels - cher aus Gemächlichkeit vor ſo etwas ſcheu-iſt, wohl vor- ſtellen magz denn es kommt der Morgen von den Wie? ſen, die die allermeiſte Arbeit erfordert haben, nicht über 15 Rthlx. zu ſtehen, Rechnen wir nun, daß ex früher niht 20 Nthkr, werth wav, und. nunmehr für 80 Rthlr. noch wohlfeil gekauft würde, ſo iſt denn doch die Mühe und Anſtrengung auf die reichlichſte Weiſe belohnt.

Dieſe verbeſſerten Wieſen werden theils aus einem Bache, theils auch mit der überfließenden Jauche der Düngerſtätten gewäſſert. Dieſe ſind nämlich ganz nach Schweißer- Art angelegt, und jede mit einer Pumpe verſehen, wodurch die. Jauche über den ganzen Haufen gebracht wird. Was nun unten aus demſelben heraus» ſikert, das geht durc<.ein Ninnenwerk aus dem Hofe über den Bach hinweg auf- die Wieſen. Dey Düngev wird übrigens vom Rindvieh und den Pferden unter ein- * ander gebracht und gleichmäßig vertheilt,

No<h muß ich Ihnen'die Einrichtung des Kuh« falls nachholen. Er hat in der Mitte einen gepflaſter-