=t.-"WWI Spen
Belehrung und Bervollkommnung zu erlangen, hier aufs Genügendſte befriedigt wird. 2| Ehe ich zur Wieſen- und Aerkultur des Hrn. v. Pr. übergehe, führe ich Ihnen in Bezug auf die Schaa- fe auch die hieſige Shaafwaſch- Anſtalt an.| Sie be- ſteht aus zwey Anlagen. In der einen, die die Form eines kleinen Teiches hat, werden die Schaafe zuerſt des Abends eingeweicht, d. h. zweymal durchgetrieben. Dann kommen ſie des andern Tages-in eine im Mühl- graben angelegte Wäſche. Dieſs wird durc<h eine Schleu- ße geſpannt, und iſt mit Brettern an den Seiten und auf dem Grunde verbohlt. Hier gehen die Schaafe durch die Hände der dabei angeſtellten Menſ<en, und werden ſorgfältig gewaſchen. Nachdem dies geſchehen 'iſt,„wird das Waſſer ab-, und" ganz reines zugelaſſen. Durch dieſes werden ſie jeßt durc<getrieben, und da es ſo hoch geſpannt iſt, daß ſie ſchwimmen müſſen, ſo ſtellt ſich das Vließ, welches durch das Waſchen mit den Hän- den ein wenig zerzauſt ward, in ſeiner Ordnung faſt ganz wieder her./ Indem wir nun in Caſimir aus dem Hofe heraus- treten, leuchten uns die herrlichſten grünen Matten ent- gegen. Es ſind die mit dem lobenöwertheſten Fleiße an- gelegten Wieſen. Aus wahren Sümpfen, worauf Vieh und Menſchen nicht ohne Gefahr des Verſinkens ſich frü- her wagen durften, ſind nunmehr die gragreichſten und tro>nen Wieſen geworden. Große Anſtrengungen,'und unſägliche Arbeiten waren nöthig, dies zu bewirken. Es mußten tiefe Graben geführt; es mußten der Stradune ihre tü>iſchen Anfälle verboten 5 es mußten Vertiefungen ausgefüllt, Höhen geebnet werden: ehe man mit dem „Werke zu Stande kam, und es dahin brachte, daß der


