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alles Lob verdient; denn unter allen/ die ich'in dieſem Fache kennen lernte, fand ich wenige, die ſowohl in rich- tiger Einſicht bei der Klaſſification als auch in Hinſicht auf die ganze Schaafzucht eine ſo richtige Anſicht mit ſo vielem Fleiße vereinigen,. wie diefer..
Höchſt intereſſant ſind die Neſultate dieſer Paa« zung, und ſie geben mit wenigem RüFſchlage bei den Abkömmlingen beinah die Summe, wovon Vater und Mutter die Factoren ſind. So 3. B. geben Electa- Böe mit Prima- Müttern gepaart noch über 70 pro Cent ho<hfeine, das übrige Secunda- und nur 1=- 2 pro Cent Tertia-Schaafe. Leßtere aber werden wohl in der Folge gar nicht vorkommen, da die Race immer reiner und conſtanter in ſich wird. Dagegen aber brach- ten Secunda-Mütter mit Electa- Böen gepaart noch nicht volle 50 pro Cent hochfeine, das übrige Secunda- und Tertia- Schaafe. Es iſt dies füv den höhern Schaaf- züchter eine Sache von der höchſten Wichtigkeit, und ſie verdient wohl, daß man in der Aufmerkſamkeit hierauf dem Hrn, v. Pr. nachahme, um hierin zu immer mehre- rer Gewißheit und Sicherheit zu kommen.- Aber auch, hö<hſt erfreulich muß es für jeden ſeyn, der feine Schaaf "zucht betreibt; weil ihm hieraus die Gewißheit hervor geht, daß er es in ſeiner Macht hat, ſeine Heerde em- por zu bringen und hoh zu erhalten. Mögen immerhin pedantiſche und am Alten klebende Landwirthe die Sache für Spielerei halten. Sie bezahlen ihre VerſtoFtheit mit ihrem eigenen Schaden.
Die von mir eben angeführten Neſultate, mach- te Hr. v. Pr. bei der diesjährigen Verſammlung des ober- ſchleſiſchen landwirthſchaftlichen Vereins, deſſen Direc- Jox er iſt, bekannt. Wieviel Gutes. dieſer Verein ſhon


