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gefallen ſind, haben ſtatt dieſer Bertiefung einen kleinen vorſtehenden Hornanſaß. Die Farbe dieſes RNindvijehes iſt meiſt rothbraun. Zur Nukung ſollen ſie beſſer ſeyn, als gewöhnliches ſonſt gut gehaltenes Landvieh. Hr. v. Pr. fand dieſelben ſchon bei dex Uebernahme der Güter. Er gab ſich alle Mühe zu erfahren, woher man ſie ge- bracht habe, konnte aber nur unbeſtimmt erfahren, daß ſie aus Mähren hieher gekommen wären.
Nunmehr führt uns Hr. v. Pr. zu ſeinen Lieblings- thieren, den Schaafen. Größere Ordnung, genauere Sorgfalt in der Behandlung., richtigere Grundſäße in dem Vorwärtsgehen mit denſelben, fand ich nirgends, als hier. Sie ſind genau klaſſificirt, und da die Heerden auf einer ausgezeichneten Stufe ſtehen, ſo wird nur das Beſte in ihnen geduldetz denn dieſes Jahr bleibt kein Secunda- Schaaf mehr in denſelben.
Hr. v. Prittwiß hat das Ziel des höhern Schaaf- züchters ſehr richtig in's Auge gefaßtz. denn er nähert ſich jeßt mit raſchen Schritten der von mir im vier und vierzigſten Briefe angegebenen dritten oder höchſten Stu- fe der Schaafzucht, d. i. conſtanter Charakter, bei aus- gezeichneter Feinheit. Ex ſtellt nämlich dieſes Jahr auf vem Gute Berendau einen Stamm der beſten gedrängt- wolligen und kurz- geſtapelten E8curials auf. Aus die- ſen werden in der Folge die übrigen Heerden ergänzt und auch aus'lektern alles, was in dieſen Charakter ſchlägt, in die gleichſam neu zu bildenden Heerden aufgenommen.
Bei der Paarung wird mit ſolcher Aufmerkſamkeit „verfahren, daß man genau Eltern und Grozeltern der Nachkömmlinge angeben kann. Hierbei leiſtet der Wirth- ſchaft- Inſpector Rindfleiſch dem Herrn Beſiter ſehr tref- liche Dienſte, ſo wie dieſer überhaupt als Schaafzüchter


