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Schweißer- Kühe zeigt ſich auch hier ſehr häufig: es iſt die, daß ſie oft Zwillingskälber gebähren.|
Die zur Herrſchaft" Ober- Glogau gehdrigen Schaafheerden ſtehen aber auf andern Vorwerken, und namentlich findet ſich die Elite in Glögelhen. Sie find von Herrn Wagner klaſſificirt und werden ſtreng nach den Klaſſen geſchieden gehalten, und ſind nach dieſen auf den Gütern vertheilt. Mein Unſtern»wollte es, daß ich, anſtatt nach Glögelchen nach Frebel kam, und dort nur die dritte Klaſſe ſah. Von der Anſicht dieſer allein iſt es mir denn nicht möglich, ein kompetentes Urtheil über die ganzen Heerden zu fällen,
Etwas, was mich in hieſiger Gegend befremdete, war dies, daß man, troß dem ſchönen Boden, der„ſich faſt durhaus zum Weizen- Anbaue eignen muß, denſel? ben doch kaum auf dem dritten Theile deſſelben betreibt, Jedoch ſoll er, wie ich vernahm, in neuern Zeiten be- deutend zunehmen. Die geringe Maſſe von Dünger, die man wahrſcheinlich früher bei wenigerem Futterbaue, und den wenigen Wieſen, welc<e die Gegend hat, ge- wann, war wohl ohne Zweifel Urſach, daß man es nicht wagte, mehr Weißen anzubauen: weil man nicht im Stande war, mehr als den dritten Theil des jedesmali- gen Winterfeldes friſch zu düngen. Da aber ſeither die Preiſe des Weikens gegen die des Roggens ſo bedeutend hoch ſtanden, ſo reißte dies die Landwirthe der hieſigen* Gegend auch, den Anbau des erſten zu vermehren. Der erweiterte Kleebau half ihnen die Düngermaſſe vermehren und die Sache erleichtern,


