Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
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auf die Weide und werden das ganze Jähr'hindur< ſehr gut und gleichmäßig gefüttert.| Und dennoch werden ſie ſehr von dem Uebel des Drehens heimgeſu<t. Dies wi- derſpricht der von mir in der zweyten Abtheilung des er- ſten Bandes meiner landwirthſchaftlichen Neiſe mitge- theilten Anſichten des Herrn Baron von Kloh über die Urſachen des Drehens, und iſt ein Beweis, wie ſehr wir in Hinſicht der Entſtehung dieſes Uebels im Dunkeln tappen.

Da ich einmal vdn dieſer Krankheit ſpreche, ſo

- theile ich Ihnen hier zugleich vorläufig den Erfolg der

von mir/ nach Anleitung des zweyten Stü>ks des zehn- ten Bandes der Möglinſchen Annalen verſuchten Heil: methode durch das Brennen mit, Gleich nachdem ich je- nes Mittel geleſen hatte, ließ ich vier Dreher, die ich in

* meiner Heerde hatte, brennen. Sie waren aber leider

in dieſer Krankheit ſchon ſo weit vorgerü>t, daß ich mir wenig Erfolg dieſer Kur verſprechen konnte. Der eine davon lag faſt immer im Stalle, und es zog ihm den Kopf nach der rechten Seite. Die andern gingen zwar noch mit der Heerde, wurden aber beſonders bei ſtürmi- ſcher Witterung ſo von dem Uebel befallen, daß ſie oft die ganz entgegengeſeßte Richtung der Heerde nahmen. Den No. 1. welchem es den Kopf ſo nach der Seite

309g, brannte ich auf 3 Stellen, nämlich vorn auf dem

Obertheil der Stirn, an der Seite, wohin es ihm den Kopf zog über dem Ohre, und oben, beinah mitten auf die Hirnſchaale. Es blieb jedoch'alles fruchtlos, und nach 5 Tagen ließ ich ihn, da keine Hoffnung zur Beſſe- rung war, tödten, und den Kopf ſeciren. Da fand ich denn ganz unter dem Gehirn die Waſſerblaſe mit einer Menge jenes Griesartigen Anſaßes. Hier mußte alſo