Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
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am paſſendſten brauchen zu könnenz denn von Wohl- habenheit haben die hieſigen Landbebauer wenig Vorſtel- lung, bringen es auch höchſt ſelten dazu, weil ihnen ſo zu ſagen, hange zu ſeyn ſcheint, wenn ſie etwas vor ſich brächten, was ſie damit machen ſollten. Aus dieſer Verlegenheit reißen ſie ſich dann auch ſelbſt durch den. Brandwein,- Dieſelbe Erſcheinung kommt aber hier nicht allein vor; ſondern überall kehrt ſie wieder, wo der Boden an ſich nicht der dankbarſte iſt, und wo früher beſtandene oder noch beſtehende drüFende Verhältniſſe für den Landbau obwalten. Sie iſt auch in der moraliſchen Natur des Menſchen begründet; denn dieſer wird ge- wöhnlich ein Verſchwender, wenn er ſieht, daß es lange dauern würde, ehe er was vor ſich brächte.

Das Vieh in den hieſigen kleinen Wirthſchaften ge- währt eben keinen ſonderlich erfreuenden Anbli>k. Da man wenig für Erbauung des Futters auf den Ae>ern bedacht iſtz das Gras auf den Wieſen aber meiſt ſauer und von ſchlechter Beſchaffenheit iſtz die Erndten aber ſo ſparſam ſind, daß man den Bedarf für den Menſchen kaum gewinnt, ſo iſt die Sache wohl ſehr natürlich: Und doh könnte dies alles anders und beſſer ſeyn. Der Boden iſt keinesweges von ſo gar ſchlechter Art. Er iſt ein ziemlich reicher Sandboden mit undurchlaſſender Un- terlage. Eine ſchnelle VerqueEung deſſelben folgt zwar hieraus. Dieſer wäre aber durch gute Kultur leicht vor- zubeugen, und der Boden wäre durch eine ſorgſältigere und beſonders tiefere Bearbeitung in ſeiner Tragbarkeit um vieles höher zu bringen. Futterkräuter würden, wie wir auch bald. in der Erfahrung beſtättigt finden wer- den, ſehr gut gedeihen, und der ganze Landbau würde ſich heben. Beſonders wäre dies auch durch die nicht