Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
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neigung gegen die Grundherrſchaft, die ſie für ihre Zwingherrn anſehen, ſpricht fich unverkennbar darin aus. Aeußerungen hörte ich in andern Gegen- den. Soz. B. wurde ich an mehrern Orten wegen der vom Könige geſchenkten Freiheit gefragt, und dazu ward bald geſeßt, daß ſie die Herrſchaften wieder nicht heraus- geben würden. Bei dieſen Vorſtellungen iſt es aber nas türlich, daß ſie mit den Ablöſungen ihrer Dienſte nicht zufrieden ſeyn können, weil ſie die Meinung hegen, der Sinn. des Edicts ſei der, daß ſie ohne alle Entſchädigung ihrer ſammtlichen Verpflichtungen entbunden ſeyn ſollten. ES liegt aber hierin ein Fingerzeig, welche Vorſicht bei Publicationen ſolcher Edicte.ndthig iſt, um den gemei- nen Mann nicht in Irrthum zu bringen und Erwartun- gen in ihm zu erregen, die, wenn ſie nicht in Erfüllung

gehen können, Bitterkeit und Widerſpenſtigkeit in ihm

- erzeugen.

; Neun und dreyßigſter Brief. Meinem frühern Plane gemäß ſollte ich Sie nun-

mehr, nachdem wir den niedern Theil von. Schleſien

durc<freuzt ſind, in die Mark Brandenburg führen.

Da ich Ihnen jedoch den Ausflug dahin im Zuſammen- hange mit der Reiſe durh Sachſen geben will, weil be-

ſonders dieſe beiden Länder in Hinſicht der Schaafzucht'

viele Aehnlichkeiten und Berührungs8punkte haben; ſo führe ich Sie jekt in einen Strich Ober«Schleſiens, und dies beſonders auch de8halb, um Ihnen die Gegen- Ein- anderſtellung dieſer beiden Theile der Provinz zu erleich- tern. Denn es iſt Ihnen nicht unbekannt, welch ein Vorurtheil man hie und da noch gegen Oberſchleſien hat, und wie man glaubt, daß.dort der Landbau noh allent-