--“ 103==
te; weil man da wohl nicht den vierten Theil ſo viel Vieh hielt; und weil das Holz damals oft für weniger als nichts gehalten wurde. Da giebt es nun aber ſo ver- nünftig und konſequent ſchließende Leute, die da ſagen: was ſo viele Jahrhunderte beſtanden hat, und gut ge- weſeniſt, das muß es auch ferner ſeyn. Wir laſſen ſie in ihrer ſüßen Täuſchung und bedauern nur, daß uns dieſe Hutung nicht gehört, um verſuchen zu können, ob ſich dieſelbe' nicht beſſer nußen laſſe.
Ein ſtarker Plaßregen nöthigte mich, eine halbe Meile von Beuthen in dem Wirthshauſe eines Dorfes Schuß zu ſuchen. Hier traf ich einige Bauern, die, als ſie mich ein wenig ausgeholt hatten, was wohl der Zwe ſeyn könnte, nach welchem ich ſo bei günſtigem und ungünſtigem Wetter liefe, ſehr bald zutraulich wur- den und manche ihrer ländlichen Verhältniſſe laut werden ließen. So kam unter andern die Rederauch bald auf die Frohnen, die ſie der Herrſchaft zu leiſten hätten. Wir wollten uns, meinten ſie, die Frohnen und Dien- ſte, die wir zu thun haben gern gefallen kaſſen, wenn wir nur nicht auf unſern Ae>ern durch die Schaafhu«- tung, die wir dulden müſſen, ſo beſchränkt wären. Wir können deshalb erſt im July brachen und auch den Miſt erſt nach Johannis hinausfahren. Dadurch meinten ſie ferner, haben wir nicht allein Nachtheil in der AFerbe- ſtellung, daß wir ſpäter damit anfangen und ſie nicht ſo vollfommen ausführen könnens ſondern ein großer Scha- den iſt auch dies, daß wir den Dünger erſt ſo ſpät hin? ausbringen und nicht im Frühjahre zu Brachfrüchten fah- ren können. Denn, meinten ſie ferner, ſie verldren hierbei nicht allein an der Menge des Düngers, ſondern auch an der Beſchaffenheit z weil ein ſo ſehr zergangener


