Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
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den ſich wieder Sandhügel, die aber gegen Süden bald wieder in fruchtbaren Boden übergehen.

Eine ächte Nomaden,- Wirthſchaft wird auf einer „ausgedehnten Hutungsfläche und einem daranſtoßenden Walde bei Beuthen getrieben. Die Bürger dieſer Stadt haben nämlich faſt alle AeXer und Vieh und die Berechti- gung, Lekteres auf die gedachte Hutung zu treiben. Da- bei wird folgende Ordnung beobachtet: zuerſt kommen die Ochſen und Pferde darauf, deren Zeit aber gegen Mittag um 11 Uhr abgelaufen iſt, dann lagern ſie bis I Uhr auf der Straße. In dieſem Lager traf ich ſie, wo ihnen in dem milden, Sande ziemlich wohl zu ſeyn ſchien. Anfangs glaubte ich, es ſei irgend, wo ein Vieh- markt geweſen, und man wolle das weiter zu treibende Vieh die Mittagſtunde hindurch ein wenig ausruhen laſ- ſen. Der dabei angeſtellte Hirte riß mich aber bald aus dieſem Irrthume. Während nun dieſes Vieh der Ruhe pflegt, kommen die Kühe auf die Weide. Na x Uhr räumen dieſe den Plaß wieder ihren Vorgängern ein, und ſie gehen in den Hegewald.|

Um das Bortrefliche einer ſolchen Einrichtung recht in ſeiner ganzen Glorie zu ſehen, darf man nur bedenken, daß es bei einem ſolchen Gebahren gradezu unmöglich iſt, daß ein Sprößchen auf ſo einer Weide aufkommen kann z daß es für die Kühe ganz beſonders heilſam ſeyn müſſe, in der Mittagshiße darauf zu ſtehen, daß der Dünger, den Ochſen und Pferde auf den Sand fallen laſſen, ſehr gut angewandt iſtz und daß es endlich für den Hegewald ganz vorzüglich nüßlich ſeyn müſſe, wenn das Vieh alle Tage hineingetrieben wird. Vor 3=- 400 Jahren kann die Einrichtung recht gut und zwe>mäßig geweſen ſeynz weil da das Land einen weniger hohen Werth hat-