Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
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SEES

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fragte ihn, warum er des Sonntags arbeite. Lieber Gott! war die Antwort, wenn man in der Woche nicht Zeit hat, muß man wohl den lieben Sonntag entheiligen-. Nicht Zeit? fragte ich befremdend. Ja! ſagte er, wir müſſen alle Wochen der Herrſchaft vier Tage zu Hofe kommen(frohnen), und die zwey Tage, die uns da für uns bleiben, reichen nicht zu zu aller Arbeitz denn man kann auch dieſe beyden nicht auf ſeine Wirthſchaft verwenden, weil man aus dieſer nur zur Noth ſein Brodt hat, und alle Ausgaben auf andere Weiſe aufbringen muß. Da muß man ſehen durc< Fuhren oder wie es geht, etwas zu' verdienen. Wir zahlen monatlich 25 ſar. Grundſteuer uad 20 ſgr. Claſſenſteuer und haben etwa 40 Morgen Aer, Von welcher Art dieſer iſt, ſe- hen Sie hier. Etwas Korn(Roggen) trägt er wohl, wenn man ihn nur gut im Stande hatz aber mit Gerſte und Hafer darf man nicht kommen. Kartoffeln ſind

. noh die einzige Sommerfrucht, die da geräth. Das

Vieh muß man auch ſehen, wie man es.durhbringt, venn unſre Wieſen ſind klein und es wächſt wenig und auch nicht viel Gutes darauf. Mit Einſtreu hilft uns der Wald aus, und das biSchen Holz können wir uns auch dort holen.

re, ſich abzulöſen, erwiederte er, daß dies einige von den Wohlhabenden wohl gethan, und daß ſie dafür. 7= g00 Nthlr. bezahlt hätten, manche auch ein jährliches Dienſtgeld von 40 Rthlr. bezahlten. Das brächten ſie denn auch nur mit Kummer und Sorgen auf, und wä- ren daher jeßt nicht viel beſſer daran, wie ehemals. Vorzüglich traurig geht es uns, fuhr er fort, bei ſehr tro&enen Jahren, denn da brennt es auf unſern

Als ich ihn fragte, ob es ihnen nicht möglich wä-|