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Das Terrein iſt meiſt hüglicht, dies iſt auch die Urſach eines mitunter ſehr quelligten Landes.
- In der Nähe von Freiſtadt bekommt der A>er mehr Thongehalt, und man kann ihn einen guten ſandigen Lehmboden nennen, Dieſer iſt dem Anbaue des rothen Klees ſc<hon wieder günſtig, auch wuchert der weiße ſehr ſtark. Weiden mit dieſem angeſät, die ich auf den Gräflich Kalkreuthſchen Gütern ſah, gewährten den freu digſten Anblif. Doch von dieſen Gütern ſchreibe ich Ihnen in meinem nächſten Briefe.-
Sieben und dreyßigſter Brief.
Ohne Zweifel hat es kein geringes Intereſſe für Sie, wenn ich Sie gleich anfangs mit den Schaafheerden des. Herrn Grafen von Kalkreuth befannt mache. Einen Stamm derſelben ſah ich in Nieder- Siegersdorf. Sieht man auf Größe und vortheilhafte Staturz ſo dürfte es wohl nicht leicht eine Heerde geben, die ihnen gleich oder gar noh vorzuziehen wäre, Wahre Rieſenſchaafe giebt es unter ihnen, und es iſt, wenn man-noch neben dieſer Größe ihre Reichwolligkeit betrachtet, gar nicht im min2 deſten ein Zweifel in die Ausſage des Herrn Grafen zu ſeen, nach welcher er von 5 Stü einen Stein, mithin von 100 Stü 20 Stein Wolle jährlich in einer Schu gewinnt,=- Sehen wir aber auf die Feinheit dieſer Wol: le, ſo kann fie freilich nicht zu den erſten Schuren gez rechnet werden, und ſie würde wohl immer erſt in den zweyten Rang der ſchleſiſchen Schäfereien zu ſtellen ſeyn,
- Damit will ich dieſer Heerde aber keinesweges die Origi
nalität abſprechen, vielmehr kann/ſie darauf wohl mehr als. viele andere Heerden darauf Anſpruch machen, Denn es iſt bekannt, daß der Herr Graf einer der erſten in


