melungen leicht entübrigt ſeyn. Und für einen Boden, wie der hieſige, ſind ſie grade die größte Wohlthat, die die Natur den Landbebauern darbietet. Denn hier giebt es nicht unbedeutende Strecken, die zu perennirenden Anla- gen für dieſelben ganz beſonders geeignet wären. Ein«- zelne Verſuche werden gar bald“ das Wohlthätige dieſes Anbaues zeigen, und wenn. vielleicht in zwanzig Jahren etwas über den Landbau der hieſigen Gegend geſchrieben wird; ſd ſteht dann wahrſcheinlich oben an, daß die Erd» äpfel hier in Menge gebaut werden, und dadur< die Viehzucht und der AFerbau außerordentlim empor ze- bracht worden ſind. Hätte man vor etwa 60 Jahren dieſelbe Prophezeihung von den Kartoffeln geſchrieben, ſo wäre man vielleicht ausgelacht worden, und doh giebt es jet keine Wirthſchaft mehr, die man ſich ohne Kar- koffeln gut durc<zubringen getrauen würde.
Der ſandige Lehm hält an, bis nahe an Sagan, und die auf ihm geſäten Steine findet man immerfort. Manche Landwirthe haben ſi< mit ihrer Abbringung nicht erſt befaßt, wie die Menge derſelben auf den Aek- kern zeigt, und wie man auch daraus ſchließen kann, daß bei ihnen nicht, wie bei andern, dieſelben in großen Haufen um die Felder aufgeworfen ſind. Man mag freilich ermüden, wenn man dieſelbe Arbeit alle'Jahr mit ſo geringem Erfolge wiederholen ſoll.
Bei Sagan zieht ſich am Bober herunter ein ſehr bedeutender und grasreicher Wieſenzug. Sie werden zwar bei hohem Waſſerſtande dieſes Fluſſes überſchwemmt, aber meiſt wohlthätig gewäſſert, und wenn auch einzelne kleine Stre>en verſandet werden 3 ſo iſt dies gegen den Nuten ,' den das übrige einpfängt, doh immer nur ge- ring. Solche Ueberſchwemmungen wie 1303, wo auch


