Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
Seite
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hie und da einer unter uns iſt, der ihn zuf machen will, ſo hat er keinen Dank dafür und wird von den andern nur ausgelacht.„Und warum ſollten wir uns auch bes ſondere Mühe geben, da es nicht erkannt wird, und der Vogt und Verwalter mit uns nur umgeht, wie mit Leuten, die man nur braucht und aus denen man ſich nachher nichts macht.

Mich dünkt in dieſen Aeußerungen liegt die ganze Aufklärung der vorhin angeführten Erſcheinung. Was könnte nicht gegenſeitiges Vertrauen und Annäherung hier bewirken!=- j

In der Gegend von Rüersdorf wird noch Flachs* bau getrieben, jedoch nimmt er ſchon ab, undiſt nicht mehr ſo einträglich wiein und um Quariß. Weiter hin nach Sagan verliert er ſich dann vollends ganz« Man hat es hier ſehr zur Mode, den Flac<s auf dem Beete zu verkaufen, mehr aber noh verkauft man ihn nach dem Schoe auf dem Felde. Iſt er von gutem Ge- wächs, ſo bezahlt man das S<ho> mit 14=- 76 Rthlx. Solcher Flachs giebt dann das Gebund einen halben Klo- ben, das Schot alſo 30 Kloben zu 8 Pfund. Bei die- ſem Handel iſt denn, wenn der Kloben, wie gewöhnlich, nur I5= I8 ſgr. gilt, nicht allzuviel zu gewinnen, und nur der Lein kann die darauf zu verwendende Mühe belohnen.

Wenn ich Ihnen nun oben geſagt habe, daß die Bauern ſo viele Roboth haben, und daß jeder außer ei- ner Menge Spanndienſten und Fuhren noch täglich den Sommer hindurch eine Perſon zur Handarbeit auf den herrſchaftlichen Hof ſchien muß, ſo wundern Sie: Sich gewiß, daß dennoch ein Bauergut von einer Hube, was nur einigermaaßen im Stande iſt, mit 2000 Rthlr. be-

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