Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
Seite
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Deun wenn man bei dieſer Neigung. des Bodens. zu je: nem wohlthätigen Futterkraute daſſelbe mit Sorgfalt anbauen wollte, ſo würde es gewiß leiht zum Mähen oder zu einer der vortreflichſten Weiden empor wachſen. Eben ſo, wie dieſe Nichtbeachtung eines ſich darbieten» den Vortheils von keiner hohen auf den Landbau verz» wandten Intelligenz zeigt, eben ſo wenig ſprach die ganz ze Kultur der Felder und. Wieſen, wie ich ſie hier ſah, dafür. Ein Geſpräch was ich mit einigen Bauern in Nü>ersdorf hielt, wird Ihnen das Räthſel leicht löſen.- Ich fragte, woher es käme, daß die Bauern nicht zeitiger anfingen, die Brache umzubrehen?== Ja! war die Antwort: ſie dürfen niht. Das iſt doch ſonder- bar, erwiederte ich, wenn ihnen das Land gehört, muß es ihnen doch frei ſtehen, damit zu machen, was ſie wollen. DO nein! war die Antwort, die Herrſchaft hat das Recht der Schaafhutung, und ehe nicht Stoppelweide iſt, müſſen wir die Brache liegen laſſen.= Es kann ſeyn,. daß ſie übertreiben, und die Sache nicht ſo wört- lich wahr iſt. Etwas muß aber doh daran ſeyn, weil ſonſt doh wohl ein und der andere ſein Feld würde be- ſtellt haben.=-- I< fragte ſie ferner, warum ſie ſich nicht ablöſten. Wir möchten es gern, erwiederten ſie, aber die Herrſchaft will ni<t, Wir haben Anerbietun- gen gemacht, die aber nicht angenommen worden ſind. --- Es iſt freilich wohl möglich, daß ſie auch hier zu ih- rem Vortheile ſprachen, weil ich das audiatur et al» tera pars nicht anwenden konnte.=- H Jetzt kam ein ſehr bejahrter Bauer auf mich zu, und ſagte mir im traulichſten Tone: Glauben Sie nur, die Herrſchaft verliert dabei ſo viel, wie wir. Denn der Aer wird immer ſchlecht gemacht, und wenn auch