liegt, nur in höchſt ſeltenen Fällen auch Mergel zu fin- den iſt.
Se<hs und dreyßigſter Brief.
In Sprottau iſt wöchentlich ein Getreidemarkt, ber aber nicht ſo bedeutend iſt, wie der in Sagan. Denn von leßterem Orte geht der Handel mit Getreide ſehr ſtark nach der Nieder- Lauſis, während daſſelbe vom erſtern blos durch kleine Zwiſchenhändler nach der Umgegend und na<h Sagan geht.
Zwiſchen Sprottau und Freiſtadt findet ſich ein ſandiger Lehmboden, der mit einer Unmaſſe von Steinen durc<hſeßt iſt, Ganze Bollwerke ſah ich hier ann den Feld- marken hin aufgehäuft, und dennoch. ſah man wenig Ab- nahme der Steine. Man arbeitet faſt dur<gehends den Boden in ſchmale ſec<s- bis achtfux<hige Beete, Bei Boden von dieſer Beſchaffenheit, der noch dazu eine durchlaſſende Unterlage hat, iſt dies wohl blos ein herge? brachter Schlendrian, der zum größten Nachtheil der zu erbauenden Früchte noch immer beibehalten wird. Auch ſah ich das Getreide an einigen wenigen Orten, wo man breitere Beete eingeführt hatte, bei weitem beſſer ſtehen, als auf dieſen ſchmalen Zungen. Die Arbeit fördert freilich auf dieſen mehr, und da man hier eben nicht das beſte Zugvieh hat, ſo mag dies wohl ein Hauptgrund ſeyn, daß man es. gern beym Alten läßt.
Da der rothe Klee hier wohl nicht ſonderlich gedei- hen mag, ſo iſt deſſen auch wenig zu ſehenz dagegen wächſt der weiße allenthalben wild, und ich ſah Felder wo dieſer ſo dicht ſtand, daß ich es faſt nicht glauben wollte, daß er nicht dahin geſät worden wäre. Leider ſah ich dieſen Fingerzeig der Natur nirgends beachtet!
Ldw, R, I1, Ihl, x, Abth, 6


