Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
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ling hinausgeſeßt. Solche Spiken ſind aber nicht ſo lang, als bei der oben angegebenen Metiswolle. Denn bei dieſer müſſen ſie, wenn dieſelbe zu feinen Fabrikaten brauchbar werden ſoll, abgeſchnitten werden. Dies verurſacht dann, wie Sie ſehen, einen großen Verluſt, fowohl an Zeit, als am Gewichte der Wolle, und der Werth derſelben muß eben deswegen ſehr herabſinken. Es iſt überhaupt höchſt intereſſant, zu beobachten, was die Natur auch bei der Veredlung der Schaafe, für

beſondere Spiele treibt, Bei manchen zeigt ſich, wie

eben angegeben iſt, die alte und neue Natur dadurch,

daß an der Länge eines Wollhaares herauf beide deutlich.

hervortreten; bei andern wiederum ſind Haare der alten und feine Wollhaare der neuen Raſſe vermiſcht unter ein- ander; wieder bei andern ſprechen ſich die beiden Natu- ren auf einzelnen Theilen des Körpers beſonders ausz dann giebt es wiederum weiche, wo die Nachkfommen- ſchaft faſt ganz nach dem edlen Bater ſchlägt, und das Blut der unedlen Mutter ganz verwiſcht zu ſeyn ſcheint z

aber dennoch tritt daſſelbe deſto ſichtbarer wieder in der/

folgenden Generation hervor. Aus alle dieſem leuchtet aber ein, daß die-Schaafzucht nac< dem Stande,'den ſie in neuern Zeiten eingenommen hat, ein wahres Stu- dium erfordert, und daß wir uns durch Woll- Verarbei- ter und Wollhändler nicht dürfen irre machen laſſen, wenn ſie uns anrathen, nicht zu ſehr zu künſteln und die Sa- <he lieber der Natur mehr zu überlaſſen... Ein Künſteln iſt freilich von einem wiſſenſchaftlichen Streben verſchie- den, und der verſtändige Schaafzüchter weiß wohl zwi- rhe beiden richtig zu unterſcheiden.

Von der Kartoffelfütterung mit den Schaafen iſt Hr, Bl. der Meinung, daß ſie allerdings auf die Vev-