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minderung der Güte der Wolle wirke. Er ſcheint ſich beshalb auch zu beruhigen, wenn die Wolle ſeiner Heer- de nicht die höchſte Stufe der Vollkommenheit erreict: weil er dies unter ſeinen Umſtänden, da er ſehr viel Kar- toffeln füttern muß, für äußerſt ſchwer, wo nicht gar unmöglich hält. Es iſt Ihnen bekannt, daß über dieſe Futterungsart Hinſichts des Einfluſſes auf die Woll- Qualität die Meinungen noch ſehr verſchieden ſind. Iſt es auch wohl nicht abzuläugnen, daß bei einer allzuſtar- ken Kartoffelfütterung die Wolle an Sanftheit etwas "verliert, ſo gehen doch diejenigen offenbar zu weit, wel- dhe glauben, vaß man dieſelbe auch, wenn ſie nur ge- ring ſei, fogleich an der Wolle erkenne. Eine allzuſtar- ke Fütterung dieſer ſo wohlthätigen Pflanze würde ich es aber nennen, wenn das Maaß, welches man den Scaafen von derſelben reicht, die Hälfte ,* oder auch wohl noch drüber von dem ganzen gegebenen Futter aus- macht. Wie weit aber manche, beſonders Wollhändler gehen, wenn ſie der Kartoffelfütterung einen nachtheili- gen Einfluß auf die Wolle zuſchreiben, davon mag fol- gende Anecdote ein Beweis ſeyn> Cin Wollhändler ſah auf dem Berliner Wollmarkte eine Poſt Wolle an, wo die Schaafe gar beine Kartoffeln bekommen hatten, und wo der Beſißer der Heerde grade„aus dem Grunde, ſich die Wolle vicht zu verderben, dieſer Fütterung ganz ab- geneigt war. Ja! ſagte er, die Wolle wäre ſchon gut, wenn die Schaafe keine Kartoffeln bekommen hätten: denn damit iſt ſie verdorben und ganz barſch worden. Ein Nachbar, der dabei ſtand, lachte den Verkäufer und Käufer aus. Bald darauf kam Leßterer zu ihm, und fand ſeine Wolle vorzüglich deshalb ſehr ſchön, weil kei- ne Kartoffeln gefüttert worden wären. Und es waren


