rere oder geringere Geſchmeidigkeit dieſer Haare von der größern oder geringern Stärke dieſer Wände abhinge. Auch machte er, wenn ich nicht irre, die EntdeFung für ſich,- daß nicht alle Wollhaare rund, ſondern manche platt ſind, oder überhaupt eine unregelmäßige Cylinder- form haben; obgleich dies den geübten Wollhändlern und Wollſortirern nicht unbekannt iſt.
„Eine Bemerkung von ihm, die ich ſelbſt früher auch ſchon gemacht hatte, und die den meiſten verſtändi2 gen Schaafzüchtern wohl nicht unbekannt iſt, war auch dieſe, daß eigentlihe Haaxe, wenn ſie abgeſchnitten werden, ſich nach oben zu bei ihrem erneuerten Wachs: thum verlängern, und bald wieder eine ſpißige Form ans nehmen; wogegen feine Wollhaare den Schnitt, wie er einmal geſchehen iſt, beibehalten, er mag nun horizon- kal oder ſchief geſchehen ſeyn. Dies kann man durch ein
gutes Vergrößerungsglas ziemlich genau ſehen. Daß,
aber eigentliche Haare, wozu man eine grobe Landwolle wohl unbedingt reec<nen muß, ſich nach oben und nicht von unten herauf durchs Wachsthum veslängern, kann man am deutlichſten beobachten, wenn man. Schaafe, die ſehr viel Staub in der Wolle aufgenommen haben, anſieht. Denn bei ſolcher grober Wolle bleibt der Staub fortwährend unten gegen die Haut und dicht an derſel ben, während der obere Theil der Haare bei dem Wach8-
thume derſelben rein iſt, Es verſteht ſich übrigens von
ſelbſt, daß dies:nur der Fall ſeyn känn, wenn nicht dies ſer obere Theil immer wieder aufs neue eingeſtaubt wird. Dagegen ſehe man einmal eine fene, oder eigentliche Wolle an. Der ſtaubige Theil derfelben bleibt immer oben, und entfernt ſich bei fortgehendem Wachsthume der Wölle immer mehr vön der Haut, Einſicherer Be»


