Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
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zu ihrer täglichen hinlänglihen Nahrung. Sobald dies ausgemittelt iſt, darf nur die Zahl des Rindvjehes und der zum Hüten berechtigten Tage berec<net werden, um die Maſſe des Noggens, und den zu ſeiner Produckion ndthigen Aer herauszubringen.

Auf gleiche Weiſe verfährt er mit Spann- und Handdienſten. Es wird zuvörderſt der Werth eines Spanntages ausgemittelt. Dieſer wird nach dem Nor- mal- Preiſe des Roggens durch dieſen dadurch entſc<- digt, daß wiederum der Rein- Ertrag des als Entſchä- digung gegebenen AFers dafür angerechnet wird, Mit den Handtagen iſt es daſſelbe,

I< habe ſo manche Meinung und Anſicht von die- ſem Geſchäft gehört, wo man ſich die Sache unnöthiger- weiſe vermannigfaltigte und erſchwerte, und dies bewog. mich, Ihnen hier dieſes einfache und ſo ſehr erleichterte Verfahren mitzutheilen.

Beſonders unermüdete Aufmerkſamkeit hat Hr. Bl. auf Beobachtung der Schaafwolle verwandt. Ein be- ſonderer Beweis dafür iſt der endlich gefundene richtige Gebrauch des Eirometers. Ex bekam dieſes Inſtrument von einem Engländer zum Geſchenk. Die gedru>te An- weiſung in engliſcher Sprache konnte ihm wenig nüken, Durch unzählige, wochenlang fortgeſeßte Verſuche ge- lang es ihm endlich, den richtigen Gebrau deſſelben zu entdefen. Bei dieſer Unermüdlichkeit iſt es denn wohl natürlich, daß er auf manche EntdeFungen in dieſem jeßt mit ſo viel Fleiße und wahrer Wiſſenſchaft betriebe- nen Fache ſtieß. So iſt, ſoviel mir bekannt, er auch der erſte geweſen, der die Beobachtung machte, daß die Wollhaare, die, wie bekannt, inwendig hohl ſind, nicht alle gleich ſtarke Seitenwände haben, und daß die meh-