Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
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lichkeit' daß demſelben Düngungstheile aus der Ober- fläche der Erde durc< das Waſſer könnten zugeführt wor- den ſeyn, wegfiele. In dieſen Sand ſtete er mehrere Klee- und Weißenkörner. Er begoß ihn täglich mit Waſſer, und zwar ſo, daß er immer naß war. Ein Theil der geſte>ten Körner ging auf, und der Weißen trieb ſogar eine Aehre, in welcher ſechs Körner ſich ent* wicelten, wovon drey einige Vollkommenheit erlangten. Dieſe ſtete er wieder, und eins davon trieb eine Pflan-, ze, die, als ſich ſie ſah, ziemliche Freudigkeit, zeigte. Vom Klee kam nur ein einziges Korn auf, was anfangs Fehr kümmerte ,/ nachher ſich erholte und ziemlich freu- dig ſtand.

Durch dieſe Verſuche ſind die, den rationellen Landwirthen ſchon bekannten mächtigen Einwirkungen des Waſſers, bei der Vegetation der Pflanzen augen- ſcheinlich bewieſen. Ob aber das Waſſer als abſolutes und nicht vielmehr al8 mitwirkendes Mittel, auch auf dieſen gänzlich von: Pflanzen- Nahrungs- Theilen ent- blößten Sände., zur Beförderung der Vegetation>zu be- trachten ſei,x bleibt wohl den Unterſuchungen der Phyſik anheimgeſtellt. Denn das zum/Begießen dieſes Sandes angewandte: Waſſer iſt do< erſtens keinesweges.als<e- miſch reines Waſſer anzunehmen 3. und-dannkann auch zweytens' der immer feucht erhaltene Sand wohl grade geſchit werden, ſich eine Menge Pflanzen= Nahrungs- theile aus der Luft anzueignen. Denn daß.Hr, Bl. jene Pflanzen"in der Stube zog, ſpricht meines Erachtens gar nicht gegen die leßte Vermuthung, weil in derſelben eben ſowohl als in freier Luft eine Menge ſolcher Theile befindlich ſind. Dieſes, Geſchi>tmäachen des Bodens zur mehrern Aneignung. dieſer. in der Luft befindlichen Theile

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