Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
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vem Roſtſtaube des Eiſens ſcheint dieſer Vermuthung-

auch das Wort zu reden. Ob ich glei) glaube, daß es

allerdings möglich ſei, durch die gedachte Vermiſchung.

des Eiſens mit der AFererde, lauter Brand zu erzeugen z ſo iſt es wohl eben ſo gewiß, daß man auch ohne dieſe Beimiſchung Brand haben kann. Dies beweiſt wohl vorzüglich das,-daß auf Boden, der bei der<emiſchen Zerſeßung wenig Eiſen enthält, dennoch oft Brand in Menge wächſt. Wäre auh dieſes allein Urſach, woher käme es denn, daß man auf ein und demſelben Plaße brandigen und ganz geſunden Weißen haben kann; und wie könnte dann das Einkalken des Saatweißens gegen den Brand ſchüßen. Denn dieſe Lauge würde eher zur Occidation, und alſo zum leichtern Uebergange des Ei- ſens in die Saat wirken, als denſelben verhindern. Da- zu kommt no<, daß man auf Boden, der ſehr eiſenhal- tig iſt, und deſſen Unterlage aus Eiſenſtein beſteht, den- noch geſunden Weißen erzeugt, wenn man nur die be- kannten Vorſichts- Mittel bei der Saat anwendet. Wenn älſo das Eiſen auch eine mitwirkende Urſach' zum Bran- de im Weißen werdet kann 3 ſo kann ſie doch nicht die einzige ſeyn, und es müſſen andere und ſtärkere Urſachen ſeiner Entſtehung vorhanden ſeyn. Meine Erfahrungen und Anſichten über dieſe Getreide- Krankheit finden Sie im erſten Stü des 8ten Bandes der Möglinſchen Anna- len, daher ich hier nichts weiter darüber bemerke,

Von den Verſuchen des Hrn. Bl. ,. die er mit den in Miſtjauche getauchten Strohbündeln machte, habe ich Ihnen ebenfalls im gten Briefe ſc<hon geſagt.

Eben ſo intereſſant ſind die, mit Saamenkörnern in ganz todtem Sande. Ex nahm dieſen aus einer be: trächtlichen Tiefe aus der Erde, damit alle- Wahrſchein:

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