--“ 29-=--
2) Gerſte oder Hafer. ZY): Kle 4) Weißen oder Roggen.
Wie ſehr dieſe Eintheilungen auf Futter- Erzeit: gung berechnet ſind, iſt auf den erſten Anbli> klar. Denn es iſt mehr*als der vierte Theil ſämmtlicher Ae>er zu Klee beſtimmt. Außerdem iſt aber ohngefähr 5; mit Hafrüchten und beinah%, mit Hülſenfrüchten bebaut. Für einen Boden, wie ver hieſige, dürfte es aber wohl, wie ich weiter unten zeigen werde, nicht leicht eine zwe>- mäßigere Bewirthſchaftungsart geben, als dieſe. Denn troß dem vielen Futterbaue iſt dennoch der Anbau des. Getreides nicht allzuſehr zurüFgeſeßt, und da derſelbe überall in ein gut vorbereitetes und ſtark gedüngtes Land kommt; ſo ſind die Erndten gewiß weit reichlicher, als ſie bei der Dreyfelderwirthſchaft oder irgend einem an- dern Syſteme ſeyn dürften. Eins iſt allenfalls dabei zu erinnern, was auch Hr. Bl. ſelbſt fürchtet, d. i. daß das zu ofte Wiederkehren des Klees auf denſelben Plaſz zulekßt ſein. Gedeihen weniger ſicher machen kann. Jes doch hat er auh daran ſchon gedacht, und ſich vorberei- tet. Er will ſodann Weideſchläge anlegen, und die
. Sommerſtallfütterung der Schaafe aufheben. Ueber-
haupt kann ein Landwirth wie dieſer, der ſeine ganze Wirthſc<haft ſo im Einzelnen kennt, und dem auh der kleinſte Umſtand in derſelben nicht entgeht, wohl nicht leicht in Verlegenheit kommen.
Seine Aerbeſtellung iſt, wie wohl von ſelbſt ſchon anzunehmen iſt, höchſt ſorgfältig. Er bedient ſich zu allen Pflugarbeiten des Pfluges mit beweglichem Streiche brette; dieſes Fann vermittelſt Schrauben höher und


