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'fagen.„Die Heerde iſt ſächſiſchen Urſprungs und aus
mehrerern Heerden angeſtammt. Herr Bl. als ſo ver- ſtändiger Sc<haafzüchter und Wollkenner wußte dieſelbe aber bald zu einem gleihmäßigen Ganzen zu bilden.
Er füttert dieſelbe den Sommer hindurc< bis zu ven'Stoppeln im Stalle. Damit die Scaafe jedoch auch die frei& Luft genießen können, ſo werden ſie nach den verſchiedenen Abtheilungen in kleine vor dem Stalle angebrachte Verzäunungen getrieben, und bekommen auch meiſtentheils darin ihr Futter. Wenn der Klee an- fängt bei dieſer Fütterung zu mangeln, treten Früh- kärtoffeln an ſeine Stelle.
Neben ſeiner Schäferei vergißt aber Hr. Bl. ſeine übrigen Viehſtapel nicht. Denn ſein Rindvieh kann mit jedem in die Schranken treten, und er hat beſonders die inländiſche Raſſe bis zu einer Vollkommenheit gebracht, vie ſelbſt im Gebirge höchſt ſelten iſt. In der Nußung ſollen dieſe Kühe auch ausgezeichnet ſeyn, was auch das Anſehen derſelben ſchon beweiſt.
Auch die Pferdezucht betreibt dieſer an alles den- kende Landwirth, und er zieht ſich einen ſehr kräftigen Schlag zu ſeinem eigenen Bedarf.
Es läßt ſich von der hieſigen ganzen Wirthſchaft behaupten, daß man faſt keinen Schritt thun kann, oh- ne auf etwas Zwe&mäßiges zu ſtoßen, und ſie kann des- halb in jedem Betrachte als-Muſterwirthſchaft gelten.
Mehr als alles andere muß uns aber der Feldbau des Hr. Bl. intereſſiren. Denn auf einer Fläche von etwa 500 Morgen kaum mittelmäßigen Aderlandes, und einer-Zugabe von etwa 30 Morgen Wieſen, hat er es möglich gemacht, einen Viehbeſtand von mehr denn 600 Schaafen, 20 Kühen nebſt dem dazu gehörigen


