Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
Seite
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5,22 118 6 menen

Beweis-dienon,ob der Herx. Amtsrath Blo> den Ruf verdient, den er ſich ſeit einigen Jahren erworben hat.

Ih traf ihn bei meiner Ankunft eben damit be- ſchäftigt, in ſeiner Schaafwaſchanſtalt die ſteinernen Tonnen einzuſetßen, in welchen die Menſchen bei dem Schwemmen der Scaafe ſtehen. Dieſe Anſtalt.iſt ein ovales Be>en, mit einerScheidewand in ver Mitte z jedoch iſt leßtere nur ſo lang, daß vorn und hinten Raum genug übrig bleibt zu einem Durchgange für die Schaafe. Das Been wird aus dem oberhalb fließenden Mühlgra- ben durch;eine Sturzrinne gefüllt, und zwar erſt dann, wenn die Schäaafe, die einen Auflauf hinab in die Schwemmegetrieben werden, bereits darin ſind. Die Menge des Waſſers füllt das Been in einigen Minuten und die Schaafe fangen nun an zu ſchwimmen ,- und werden hierbei von den in den Tonnen ſtehenden Men- ſchen in der Runde herum«geleitet. Die Tonnen aber ſtehen an den Wänden und an der mittlern Scheide- wand in der Entfernung von etwa 4= 6 Fuß,;. Zu- leßt roerden die Schaafe unter dem Waſſerſturze hindurch gezogen und auf dieſe Weiſe aller Shmuß vollends her- ausgebracht. Sie werden zu zweyenmalen in die Schwemme gebracht.- Herr Bl. verſicherte aber,.daß ſie ohne große Schwierigkeit auch auf einen Gang völlig rein gewaſchen werden könnten. Das Beden iſt von ver Größe, daß jedesmal 50 Stü> hineingetrieben wer- den können.:

Die Wirkung dieſer Wäſche iſt außerordentlich gut, und die-Schierauer Wolle zeichnet ſich in der. Regel von jeder andern auf dem Breslauer Wollmarkte aus.

Der Ruf dieſer Wolle iſt Ihnen bekannt, wesShalb e3 wohl überflüſſig ſeyn würde, uoch etwas darüber zu