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und daß die immer'mehr zunehmende und verſtändiger betriebene Schaaf- und Viehzucht vie Maſſe'der erzeug-
ten menſchlichen Nahrungsmittel bedeutend vermehrt,
und ein Land auch bei ſteigender Bevölkerung vor Man- gel mehr als jedes andere Mittel fichert.;
Hr. v. R. führt auf naßkalten"Sandboden, der verque>t iſt,'Schaafmiſt, läßt diefen ziemlich tief un» terpflügen, und vertilgt'auf dieſe Weiſe'die Queen. Ich geſtehe, daßich durch ieſe Verfahrungsart die Que- Fen eher vermehrt als vertilgt habe.'Der'Sandboden, den ich düngte, war freilich ein'thätigerer, als der ge- "dachte. Immer fcheint mir die Sache äber mißlic) und nach meiner Meynung kann ſie mur unter beſondern'Um- ſtänden gelingen, und zwar nur dadurc<<;, daß dieſer Dünger die fchnellere'Fäulniß der Queen befördert.
Nachahmungswerth find aber die Düngungskarten dieſes ausgezeichneten Landwirths. Er bezeichnet auf denſelben die Grenzen der Felder ganz genau, und giebt durch verſchiedene Farben die Düngung, welche die Fel- der erhalten haben,"an. Bei dieſen Farben wird dann, wie fich wohl von ſelbſt verſteht, jedesmal der Jährgang bemerkt, in welchem die Düngung gegeben worden iſt. Die Wahl der Farben iſt übrigens willführlich.
Hr.'v-R. iſt ein Freund der Beete, und läßt die- ſelben von mittlerer Breite und regelmäßig, aber wenig, abrunden. Für ſeinen Boden ſind dieſelben dann gewiß vie zwe>mäßigſte Beſtellungsart, und dem Ebenpflügen eben ſo ſehr, als den ganz ſchmalen in hieſiger Gegend bei den kleinen Grundbeſißern üblichen ſechsfurchichen Beeten, vorzuziehen.;
Eben ſo ſehr,'als wie die Anſicht ſeiner ganzen
Wirthſchaft ergdzt uns auch die Unterhaltung mit einem
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