Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
Entstehung
Seite
17
Einzelbild herunterladen

= b7--

Lektere ſinid auf den unfern des Hofes liegenden Satid2 bergen., u

Die Ställe ſind ſehr elegant und ganz ihrem Zweks ke entſprechend gebaut. Maſſiv, hell, geräumig, rein-- lich, mit guten NRaufen und breiten Thüren, gewähren ſie den ſchönſten Anblif und erregen in jedem Schaaf: züchter den Wunſch, dergleichen auch bei ſich zu haben.

Da es uns hier um die übrige Wirthſchaft weniger zu thun iſt z ſo gehen wir auch lediglich von dem Geſichts: punkte der Schaafheerde aus. Denn ſie iſt doch hier der Mittelpunkt, um den ſich die übrige Wirthſchaft dreht. Jedoch verſicherte mir der Hr. Ober- Amtmann Thaer, daß er, auch ohne die Stammſchäferei keine an- dere Wirthſchaftführung als zwe&mäßiger hier zu be- treiben wüßte, als die gegenwärtige: Denn obgleich die Sache hier umgekehrt ſteht, gegen andere Wirthſchaf- ten, daß nämlich die Schaafheerde der Zwe>, dagegen alles Uebrige nur Mittel iſtz ſo ſind doch alle übrigen Zweige auch in einem Zuſtande und in einer Ordnung, an der nichts auszuſeßen- iſt.

Die hieſige Feldmark iſt ſehr verſchieden: Ein Theil derſelben hat einen guten und dankdaren Boden; der recht lohnende Erndten trägt; der andere dagegen iſt höchſt ſchle<ht, und hat bedeutende Stre>en, wo mitun- ter Flugſand iſt. Auf erſterem hat Hr. Th. regelmäßi- gen Fruchtwechſel mit zweyjährigem Klee, alſo 7 Schlä: ge. Die Früchte in denſelben ſtanden unvergleichlich ſchön und ſprachen ganz für die Zwe>mäßigkeit dieſes Syſtems. Auf den Sändländereien wird mehrere Jah- re-hindurch Weide gehalten, die mit weißem Klee einge- ſät iſt, und dann bisweilen eine Roggenerndte genom- men 3 folglich Koppelwirthſchaft getrieben. Da aber

Ldw, R, 11. Thl, x, Abth; 2