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dieſe Weide, beſonders bei TroFenheit, nicht hinreichend
ſeyn würde z ſo muß der zweyjährige Klee aushelfen.
Die an der Kazbach liegenden, hierher gehdrigen Wieſen bringen zwar ein gutes Gras, jedoch iſt bei der Heuerndte große Aufmerkſamkeit nöthig, um ſie in Zei- ten zu vollenden und ſich vor dem Wegſchwemmen zu ſichern.
- Ih habe vielfach die Aeußerung gehört, daß eine Wirthſchaft, wie dieſe, ſich ſehr leicht führe, weil man eine Königliche Kaſſe zum Zuge häbe. Es iſt dies aber ein Irrthum; denn es muß von der Berwaltung erſt vie früher von dem Gute bezahlte Pachtrente entrichtet werden, bevor man an Verwendung von Kapitalien in der Wirthſchaft denken kann. Was aber an Ueber- ſchuß herauskommt, das wird zur Verbeſſerung ver- wandt. Daß aber bei den hohen Woll- und Zuchtvieh- Preiſen die Ueberſchüſſe bedeutend ſind, iſt wohl gewiß.
Eine Schäferei die unter den guten der Provinz aufgezählt zu werden verdient, finden wir auch in Pohl- Schildern. Da ich jedoch aus derſelben nur einzelne Thiere geſehen habe; ſo enthalte ich mich auch alles Ur- theils darüber, und bemerke blos, daß die Wollpreiſe derſelben ſchon ſeit einigen Jahren ſich den höchſten ſehr näherten.,
Wenden wir uns nun weſtlich 3 ſo haben wir zu- vörderſt bedeutende Waldungen zu durchſchneiden, die unter dem Nämen der Liegnitzer- Heide bekannt ſind. Der tiefe Sand in derſelben macht. die Reiſe, die durch das Dede der Gegend ohnehin höchſt ermüdend iſt, nur noch langweiliger, und man iſt ſehr erfreut, wenn man endlich aus dieſer Verſchloſſenheit heraustritt. Die AFerländereien enthalten hier faſt überall nur einen mitte


