Teil eines Werkes 
2,Abt.1 (1823) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 2,Abt.1
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Vereblung. Hätten ſie beide dazu die Böe gebraucht, die dem Wollcharakter ihrer Heerden am meiſten zuſag- ten; ſo würden ſie äuch beide gleich raſch vorwärts ge- konimen ſeyn. Hieraus fölgt denn nun von ſelbſt, daß die Stammſchäfereien die verſchiedenen bekannten Meri- - Nacen conſtänt zu erhalten ſuchen müſſen; um das wahre Bedürfnißreines jeden befriedigen zu können. Daß es aber mehr Mühe und Sorgfalt, und eine längere Zeit erfordere, ein mehrfaches, als ein&inzelnes Ziel zu er- reichen, bedarf keines weitern Beweiſes.

Nun wenden Sie mir äber vielleicht ein, daß das ſehr lobenswerth ſey, wenn die Stamnſchäfereien ſich jenes mehrfache Ziel geſte&t haben, und daß bei der ver- ſtändigen Verwaltung derſelben guch än der Erreichung deſſelben nicht zu zweifeln ſey 3 daß dies äber dennoch wenig nüße, da es immer noch ſo wenig Schäafzüchter gäbe, die beſtimmt genug wüßten, wäs für ſie das Be- ſte ſey. Wenn ich Ihnen auh hierin nicht ganz unrecht geben kännz ſo nimmt die Zähl der verſtändigen S<aaf- wirthe doh von Jahr zu Jahre zu, und wo äuch off die eigene richtige Einſicht fehlt, da hilft fremder Rath, oder geſehenes Beiſpiel wohl äuf den rechten Weg.

Daß und wie aber die Stammſchäferei zu Panthern vorwärts gehe, beweiſen die immer mehr ſteigenden Prei- ſe ihrer Wolle, und vorzügli< die des Zuchtviehes. Wäre es gegründet, was ihre Anfechter, die man meiſt wegen ihrer Unkenntniß bemitleiden muß, vorbringen, daß ſie nämlich als ein mangelhaftes und zur jegigen Zeit beinah überflüſſiges Inſtitut zu betrachten ſey; ſo würde man nicht bei den Licitationen die zum Verkauf geſtellten Thiere ſo ſuchen und theurer wie aus andern