anna I werteten
= 2=.
„zweifeln, daß er im Frühjahr 10=- 12 und im Herb- ſte 5-- 6 Stein Wolle von 100 Stü> ſchiert. Nur Schade, daß bei dieſer guten Futterung die Wolle nicht feiner iſt, und nur.als Mittel- Sorte gelten kann. Hr. K. fürchtet, durc< Kreukung ſeiner Heerde mit allzufei- nen Böen das an der Wollmenge zu verlieren, was er an der Feinheit gewinnen würde, und iſt deshalb mit dem Ankaufe derſelben ſehr vorſichtig. I rieth ihm zu der Negretti-Nace in der Stammſchäferei zu Panthen. Denn bei der Kreuzung mit dieſen, glaube ich, daß ſei- ne Heerde weder an Größe der Geſtalt, noc<h an Dichtig- keit und Reichthum des Vließes nur im mindeſten verlie- ren, wohl aber in der Feinheit ſehr raſche und glüFliche Fortſchritte machen wird.
Mit dem Gypſen des Klees hat er, ob es äleich ſonſt in der Gegend noch ſelten iſt, ſchon mehrere, meiſt recht glüklich ausgefallene Verſuche gemacht. Wenn man die Beſchaffenheit des hieſigen Bodens kennt, und weiß, daß er weder allzuſtreng, noh auch allzuarm iſt, da er durch die hieſige kluge und kräftige Bewirthſc<haf- tung nur immer reicher wird 3; ſo werden Sie das, was ich Ihnen in der Gegend von Nimptſch über die Wirkung des Gypſes als Hypotheſe mittheilte, wiederum beſtät- tigt finden.
Wieſen ſind hier eine nicht unbeträchtliche Fläche, an der Leiſeba). Der Graswuchs derſelben iſt auch ſehr ſtark, da ſie im Frühjahre ſich von ſelbſt, durch das Austreten des Bachs, bewäſſern. Indeß trifft ſie auch nicht ſelten das Uebel der Ueberſchwemmung im Sommer, und wenn man alsdann mit Abbringung des Heues nicht ſehr eilt3 ſo iſt nicht ſelten die ganze Erndte deſſel- ben verloren. s


