Teil eines Werkes 
1,Abt.2 (1822) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 1,Abt.2
Entstehung
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ſammelt ſich unten in der Art von Trögen, die ſich durh.| die Vor- und Unterlage bilden, und das Schaaf kann ſie da bequem herausfreſſen.'" Wirft man aber die Frage auf, ob die Scaafe bei dieſen Raufen auch das Futter ganz ausfreſſen können, ſo iſt auch dieſe unbedingt mit Ja! zu beantworten; denn ob ſie gleich nicht mit den ganzen Köpfen zwiſchen die Sproſſen können; ſo geſchieht dies doh immer weit ges| nug, daß ſie bequem mit dem Maule hineinlangen und das Futter bis über die Mitte hinaus ſich holen können.| Veberdies iſt es ja in keinem Falle gut, wenn man ih- nen die Raufen zu voll legt; denn nur da würde, wenn man dieſe bis oben hinaus voll ſtopfen wollte, vielleicht das ganz Obere: nicht von- den Schaafen erreicht werden| können.; M|| Eine andere an mich ergangene Anfrage betrifft die| Auswahl der Stähre für Schaafheerden, die ſchon große| Fortſchritte gemacht häben, und immer weiter vorwärts| gehen ſollen, ob es da vortheilhafter ſei, alljährlich mit, p| Stähren aus fremden Heerden zu wechſeln, oder lieber| vorzügliche Thiere von eigener Zucht zu wählen? h| Es iſt dies eine Sache, worüber die Meinungen| ſehr verſchieden ſind, und wo eine Menge Scaafzüchter| Gründe und Erfahrungen für das eine ſowohl als für IM. das andere aufſtellen. Allen eigenen und andern mir mitz" getheilten Beobachtungen zu Folge haben beide Theile in mancher Hinſicht Rec<t, in andrer aber auch wieder Uns. recht. Recht haben diejenigen, welche behaupten, man müſſe die Paarung in nächſter Blutverwandtſchaft, alſo| >e von eigener Zuzucht zum Gebrauche in der Heerde ſo wenig als möglich dulden, wenn dieſe Heerde noch mancherlei Mängel enthält. Dieſe Mängel können nun in- der noch nicht ganz entſchieden guten Wolle, oder auß in Schwächen und körperlichen Gebrechen der Thiere lies; gen. Dann iſt es auf jeden Fall ein großer Mißgriff-|) wetin man anſtatt der ſelbſt gezogenen Stähre nicht liez| ber andere aus fremden Heerden nimint.' Ein nicht ge-,; ringerer"Mißgriff iſt es aber, wenn man Thiere aus,