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Zoantwortung einiger an mich ergange* nen Anfragen.
Man hat mich gefragt, was ich wohl für Bemer- kungen- und Erfahrungen über Scaafraufen geſammelt hätte,: da dieſe doch ſo weſentlich auf die Reinhaltung oder Verunreinigung der Wolle wirkten.
Als Antwort hierauf kann ich erwiedern, daß unter den vielen und. mancherlei Naufen, die ich in Schaafſtälz len geſehen habe, diejenigen dem Erfolge nach die zwe- mäßigſten waren, die ich ſo eben beſchreiben will.
Der untere Theil beſteht aus zwei Brettern, die in Form eines Daches, unter einem Winkel von ohngefähr achtzig Graden anz einander geſchoben werden. An den untern Kanten dieſer Bretter werden kleinere als- Vorla- zen anbefeſtigt, um eine Art von Tröge zu formiren, da- mit nichts von Futter, als Körner, Kartoffeln 2c. verlo- ren gehn. Die Sproſſen werden faſt in der Mitte der Bretter eingebohrt, und zwar ſo, daß ſie nur um einige Grade von der ſenkrechten Stellung nac) außen abweichen. nter den Oberbäumen wird eine ſchmale Verſchalung, von etwa 6 Zoll Breite angebracht, und nac< außen ober- halb des Oberbaums eine etwas gewölbte Verdachung von höchſtens 6 Zoll Breite gemac<t.„Die Höhe der Sproſſen kann 2 Tuß betragen. Da nun die Unterlage vermöge ihrer abdachenden Richtung innerhalb. der Sproſ- ſen. ſich„wenigſtens um 8 Zoll grade Aufſteigung erhöht, ſo, beträgt der ganze Zwiſchenraum, in welchen die Schaa- fe-mit den Köpfen fahren önnen, nicht mehr als 10 Zoll. Wenn nun das Schaaf: verſucht, mit. dem Kopfe nach innen vorzudringen 3; ſo ſtößt es zunächſt mit dem Mau- ke än die Abdachung der Unterlage, und muß deshalb ich aufwärts bewegen: dies iſt ihm aber nur. ſo weit ge- 3 daß es mit dex Stirn zwiſchen die Sproſſen vor- dringen kannz denn will es hoher hinauf, ſo wird es durch die obere Brettverſchalung daran gehindert. Hier- durch iſt. es nun'vurchaus unmöglich, daß es mit dem Nacken bis in das Futter vordringen, und. ſich da die Wolle verunreinigen kann. Alles abgerührte Futter fällt aber, vermöge der ſchiefen Unterlage nach außen, und


