Teil eines Werkes 
1,Abt.2 (1822) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 1,Abt.2
Entstehung
Seite
145
Einzelbild herunterladen

Z- W5==

aber hierin ein höheres Ziel ſchneller zu erringen, iſt noch ein Original- Rochsburger Stamm angeſchafft. Fn der That hatte ich auch nie von den directe aus Rochsburg gekommenen Schaafen beſſere Thiere in der Wolle geſehen.

Herr Ueberſchär baut die Topinamburs auch, und läßt ſie, wie Herr Kade im Quadrat pflanzen. Er iſt mit dieſem Anbaue eben ſo zufrieden, wie es alle dieje- nigen ſind, die ihn nur noch irgend einigermaaßen im Großen verſucht haben.

Für die Erweiterung und Vermehrung der Sc<aaf- zucht liegt in dieſer Pflanze ein Haupthebel, und durch ſie können auf gleicher Fläche wenigſtens ein Sechstheil, wo nicht ein Viertheil mehr Schaafe ernährt werden, als bei vem Anbaue von andern Futterkräutern, ſelbſt den Klee und die Kartoffeln nicht auSgenommen 3 denn da, wo die leßtgenannten beiden Futterkräuter gut 827 deihen und eine reichliche Erndte bringen, da wachſen die Erdäpfel auch ausgezeichnet, und bringen mehr als das von mir weiter oben angeführte Quantum-von 39 Centner Laub auf den Morgen. Ia, wo guter Klee wächſt, erreichen ſie ſehr leicht die große Maſſe von 502 Centnern die Hr. Kade ſchon gehabt bat... E3 iſt; des- halb ſogar die Frage, ob es für den Landwirth grade ſehr wünſchenswerth ſeyn dürfte, daß der Anbau die- ſer wohlthätigen Pflanze allzuſchnell» um ſich griffez weil durch die ohnehin ſo ſehr, und dadurch nun noh weit mehr vermehrte Maſſe der Wolle der Werth derſel- ben zu ſehr ſinken würde. Aber ein. neuer klarer Bes weis liegt hierin dafür, daß die Schaafe nie auf Koſten der Nahrung des Menſchen dürfengehalken werden 3 daß dagegen die vermehrte Scaafzucht die Kraft des A>ers, mithin ſeine Productionsfähigkeit. vermehren

10