Teil eines Werkes 
1,Abt.2 (1822) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 1,Abt.2
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der Hinſicht vollkommner und für das Ganze erſpries-'

licher ſei,als die Dreifelderwirthſchaft.. Dieſe beiden alten beſonnenen und im hohen Grade tüchtigen Land- wirthe muß man den Schreiern und Anfechtern der Fruchtwechſelwirthſchaft entgegenſtellen, um ſie zum Schweigen zu bringen.?

Der Einfluß, welchen Herr Ueberſchär auf die hie- ſige Gegend gehabt hat, iſt unverkennbar; auch ward ihm die Einrichtung und Eintheilung mehrerer Güter zum Uebergange in den Fruchtwechſel übertragen.

Nach dieſen Vorausſeßungen muß es uns denn auch ſehr wichtig ſeyn, zu erfahren, auf welchen Fuß er die, ſeiner Direction übergebenen Güter bewirthſchaftet. Der Boden, den er hier zu bebauen hat, gehört keines» weges zum beſten, und man ehrt ihn ſhon, wenn man

ihn zum Mittelboden zählt. Er iſt auch durhaudSni<ht||

ausShaltendz ſondern wechſelt ſehr, und geht auf vielen AFerſtüFen in einen ſchlechten, höchſt undankbaren Sandboden über. Dies gilt von Züchen in noh höhe- rem Grade als von Radſchüß. Zu dieſer geringen Güte kommt noh die Kalamität, daß, da beide Güter an den Ufern der Oder liegen, dieſelben nicht ſelten eine Ueberſchwemmung eines großen Theils ihrer Ländereien auszuſtehen haben. Was aber beſonders bei Radſchüß die zwe>mäßige Eintheilung etwas erleichtern und be- günſtigen half, iſt dies, daß der größte Theil der nahe ' liegenden Felder von beſſerer Beſchaffenheit iſt, als die entfernteren. Dadurch ward die Eintheilung in In- nen- und Außenſchläge begünſtigt, und es konnte auf leßteren eine Weidekoppelwirthſchaft eingeführt werden. Dieſem zu Folge theilte Hr. Ueberſchär die Innen- Län-

dereien in acht Schläge, und ſuchte dem regelmäßigen

Fruchtwechſel dabei ſo nahe als möglich zu bleiben. Er

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