zu Folge nicht mit in dieſen Band gehören." Da aber beide Güter zuſammengehören und unter einer Wirth- ſchaft- Direction ſtehen, ſo beſchreibe ich Ihnen auch beide am ſchiklichſten zuſammen.
Die Bewirthſchaftung dieſer Gäter leitet der Ober- Amtmann Ueberſchär.„Mit dieſem Namen habe ich Ih» nen einen Landwirth genannt, der mit allem Rechte zu den erſten der Provinz gezählt wird. Wenn Scarf? ſinn mit ruhiger Beſonnenheit, ſtrenge Prüfung und darauf gegründete Wahl des Nichtigen den Menſchen bei jedem Berufe des Lebens ſtets den rechten Weg lei- ten, ſo hat Hr. Ueberſchär denſelben auch beim Land- baue gewiß nicht verfehlt. Dazu kommt, daß er ſchon ſeit mehr als 50 Jahren den praktiſchen Landbau be- treibt und alſo eine Menge Erfahrungen geſammelt hat, die da machen, daß ihm ſelten etwas vorkommen kann, was er nicht aus eigener Anſchauung oder aus eignen Verſuchen ſchon kennen ſollte. Wenn nun ein Mann von ſeinem Scharfſinne und ſeiner ruhigen und richtigen Beobächtung aller nahen und entſernten landwirth- ſchaftlichen Verhältniſſe etwas für gut und zwe>mäßig anerkennt, und ein anderes verwirft, ſo muß ſein Aus- ſpruch gewiſſermaaßen als Autorität und leßte Inſtanz anerkannt werden. Wenn er nun, der das Dreifelder- ſyſtem in frühern Zeiten in allen ſeinen Vortheilen und Nachtheilen durc< eigene Ausübung deſſelben kennen lernte, es als weniger haltbar verwirft, und ihm das ves Fruchtwechſels vorzicht, ſo verſeßt er erſterem damit gewiſſermaaßen den Todesſtoß. Er und ein ähnlicher würdiger Beteran der Landwirthſchaft, der Ober- Amt- mann König in Kuchelna, den wir ſpäaterhin näher ken- nen lernen werden, ſind die würdigſten und kompeten- teſten Zeugen dafür, daß das Fruchtwechſelſyſtem in je-


