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nicht geringem Gewinne; beſonders iſt die Röthe ein ſehr einträgliches Gewächs für die Gegend um Breslau, und ſie wird durc< den Handel für die Provinz noch wichtiger.
Auf die Beſtellung des AFers verwendet man zwar nicht allenthalben gleich großen Fleiß; jedoch iſt derſelbe ziemlich allgemein lobenswerth. Nur hat man hie und da noh die hergebrachte Gewohnheit, daß man vor einen Pflug, und das oft.in einem nicht allzuſtrengen Boden, drei bis vier Pferde ſpannt, Man läßt dieſelben dann, wenn ſie gut gehalten ſind, freilich ſehr ſtark zuſchreitenz aber dennoch iſt es nicht zu läugnen, daß dies eine Ver- ſchwendung der arbeitenden Kräfte iſt, Dies wird um fs mehr ſichtbar, wenn män ſicht, daß in andern Gegenden mit zwei Pferden dieſelbe Arbeit eben ſy gut und in nicht viel längerer Zeit geleiſtet wird. Aber ob man lachen oder Mitleid fühlen foll, wenn man in einigen Gegenden Ober- Schleſiens am rechten Oder- Ufer ſechs ja ſogar acht Zug- thiere vor einem Pfluge im leichten Sandlande ſieht, dar- über iſt man im erſten Augenbli>e mit ſich nicht einig. Es ſind.dann auch wohl Zugthiere zum Erbarmen, und es würde keinen crotoniſchen Milon erfordern, um einen Och- ſen dieſer Gegenden wegzutragen.
Allgemein aber, blos die Gebirg8gegenden ausgenomz= men, hat man die'Sitte, beim Verfahren des Getreides nicht allzuviel aufzuladen. Auf vier gute Pferde iſt die Lädung von 32 Preuß. Scheffel Roggen eine ſtarke; und es gehört zu den Seltenheiten, und es müſſen ſehr gute Wege zu paſſiren ſeyn, wenn man darüber laden ſoll. Bei Fröhnen werden 12 Scheffel auf eine Fuhre gerechnet. Sind nun bei dergleichen Fuhren Zölle zu paſſiren, die doch nach der Zahl der Pferde bezahlt werden, ſo. wird dadurch dieAusgabe vermehrt, Bei dieſen Fuhren iſt es aber Sitte,


