Teil eines Werkes 
1,Abt.2 (1822) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 1,Abt.2
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jedoch läßt man ſie an vielen Orten, wenn. ſie dicht und lang iſt, auch abräffen. Die BVerſäumniß beim Abraffen iſt überhaupt nicht ſo groß, als wie es im erſten Augen- bli>e den Anſchein hatz denn einen Theil der Arbeit er- ſpart man wieder beim Binden, was bei dem abgerafften Getreide bei weitem mehr fördert, als bei dem in Shwa- den gehauenen,%

Bon Hafer baut man mehrere Arten. Indeß kommen alle diejenigen welche ausländiſche Arten verſucht haben, immer wieder auf den gewöhnlichen zurü>. Im Gebirge baut man den weiſſen runden Frühhafer.;

Hirſe und Heidekorn wird in den leichten Sandlände- reien viel gebaut. Erſterer geräth oft außerordentlich gut und bringt auf geringem Aer eine ſo hohe Rente, als wie oft ein Feld von vorzüglicher Beſchaffenheit nicht bringt., Haidekorn oder Buchweißen wird meiſt da, wo es gebaut wird, zu Grüße gemahlen, und der Ueberfluß davon im Lande verfahren.

Der Anbau der Kartoffeln vermehrt ſich immer mehr, und hie und da machen ſie bei der ärmern Klaſſe der Land- bewohner die Hauptnahrung ausz3 daher iſt denn auch das Mißrathen derſelben für manche Gegenden ein eben fo großes, vielleicht noch größeres Unglü>, als das Miß- rathen des Getreides.;

Erdäpfel oder Topinamburs verſucht man hie und da, und iſt mit dem Erfolge ſehr zufrieden. Beſonders aber iſt dies dex Fall fm der Gegend von Herxrrnſtadt und Tſchirnau, Dort baſirt ſich die ſtärkere und höhere Schaafzucht in manchen Wirthſchaften ſchon auf dieſe Frucht. Mehreres darüber erfahren Sie bei der Beſchrei- bung der einzelnen Wirthſchaften jener Gegenden.; * Handelsgewächſe, als: Raps, Röthe, Taba 2. baut man hie und da in nicht unbedeutender Menge und. mit