Teil eines Werkes 
1,Abt.2 (1822) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 1,Abt.2
Entstehung
Seite
25
Einzelbild herunterladen

JESS» 17. SEAAFNCRS DD

Strohſeile genommen werden; es iſt daher bei ſolchen in Roggenſeilen ſchon ein guter Ausdruſch, wenn man 2 Scheffel vom Shoe hat.,;

Die Garben werden meiſt in Mandeln zu 16' StüE geſeßt. Manz legt denn unten drei und drei mit den Aeh- ren gegeneinander, darauf zwei und zwei auf dieſelbe Weis ſe; alsdann drei einzeln quer über die untern, auf.dieſe zwei, und zuleßt eine. Werden bei dieſer Art die Aehren immer gehörig über einander und der ganze Haufen über? haupt recht geſchloſſen gelegt, ſo ſchadet ihm ein leichter Regen nichts, und auc bei einem ſtärkern werden nie: mals die Achren alle feucht. Man hat zwar auch andere Arten, die Haufen oder Stiegen zu machen, beſonders ſekt man im Gebirge das Getreide häufig in Piramiden zu 30 Garbenz aber vie obige Methode iſt nach allen Er: fahrungen die bewährteſte.

Man erbaut, wie ich ſchon bemerkt habe, viel Weiken. Die Erndte deſſelben beginnt in der Regel gegen den 8ten Auguſt, Noggen aber iſt natürlich die Hauptfrucht. Seine Erndte fängt, da das Klima, wo man ihn baut, ſo ſehr verſchieden iſt, auch zu ſehr verſchiedencr Zeit an.Der Termin, wo ſie am früheſten eintritt, iſt ohngefähr der 15te Juli(Ausnahmen durch beſonders zeitige Frühlinge oder große Hike abgerechnetz) dagegen wo ſie am ſpäte» ſien anfängt, der 15te Auguſt. Man baut viel böhmiſchen Stauden- Noggen, und iſt jederzeit mit. ſeinem Ertrage ſehr zufrieden; no<h mehr rühmt man den Egyptiſchen, jedoch iſt er noh nicht ſo allgemein,

Von Gerſte baut mq't meiſt die große zweizeiligez je- doch verſucht man: auch da und dort die kleine.vier- und ſechszeilige. Letztere giebt zwar gewöhnlich an Menge mehr, ſteht aber doch an Güte ein groß Theil hinter der großen. Die Seommerung wird in Schwaden gehauenz