Teil eines Werkes 
1,Abt.2 (1822) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 1,Abt.2
Entstehung
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Großknecht 24-=- 30 rtlr.3 für einen andern Buichligs 20% 24 rtlr.3; für eine Magd 12.--/16 rtlr,. Bei den Bauern wird außer dieſem Lohne gewöhnlich no< Leinwand und einige Kleinigkeiten gegeben... Auf den Dominien wird in der Regel den Dienſtboten noch neben dem Lohne ein oder einige Beete Aer zu ihrer Benutzung überwieſen,

In den Gegenden von Scleſien, wo aller Abſaß der ländlichen Erzeugniſſe ſo ſchwer iſt, wie ich oben bemerktep iſt dieſer Lohn noch etwas geringer,

Was die Arbeiter bei dem Landbaue betrifſt, ſo ſteht der Lohn, den ſie bekommen, mit dem des Geſindes ziem- lich im Verhältniß, Man zahlt für einen Mannstag im Winter 4=- 5 gr., im Sommer 5-- 6. gx., und in der Erndte 3=- 9 gr. z für einen Weibertag ohngefähr zwei Drittheile dieſes Lohnes.

In der Erndte kommen eine Menge Arbeiter aus dem Gebirge herunter ins flache Land, und übernehmen das Abmähen des Getreides in Verdingung, Man zahlt da vom Morgen Winterung gewöhnlich 5--6gr..und für den Mora gen Somerung 4=- 5 gr. Da wo der Abſchluß ſo gemacht wird, daß auch das Binden des Getreides mit eingeſchloſ- ſen iſt, komt der Morgen auf ohngefähr 8 gr. zu ſtehen,

Das Wintergetreide wird zum Abraffen gemäht, d. h. der Arbeiter mäht gegen das noh ſtehende Getreide, und zwar ſo, daß ſich das äbgemähte an dieſes lehntz hinter ihm geht eine Perſon, die es da weg rafft und' in kleinen Parthien, die Gelege heißen, hinlegt, An ſehr vielen Orten iſt es Sitte, daß beim Roggen aus dieſem von dem Adraffer ſogleich Seile gemacht, und immer unz ter das zweite Gelege eins gelegt wird 3; beim Binden wird dann nur das andere Gelege immer auf das mit dem Seile gelegt, und ſo geht die Arbeit ſehr raſch. Freilich werden da die Garden ein groß Theil kleiner, als wenn