Teil eines Werkes 
1,Abt.2 (1822) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 1,Abt.2
Entstehung
Seite
22
Einzelbild herunterladen

me Eid,

feyn; wenn man den Eifer für dieſe gute Sache nicht ſo xege ſieht, als wie in andern.

Aus dem Angeführten ergiebt ſich nun, daß die Fortſchaf- fung der Producte nicht ſo gar ſchwierig iſt, und daß deren Abſaßz dadurch erleichtert wird; daß alſo i in dieſer Hinſicht dem Fortſchreiten des Baba] in Schleſien keine bedeu- tende Hinderniſſe im Wege ſtehen. Dies, und was ich Ihnen weiter unten vom Volks<harakter des ſchleſiſchen Landmannes ſagen werde, iſt denn auch wohl die Urſache, woraus man ſich das ſo fehr raſche Vorwärtsgehen der Agrikultur in dieſer Provinz erklären kann. Dieſes, ich mödte beinah fagen,«llzuraſche Fortſchreiten, kann man wohl als eine mitwirkende Urſach des niedrigen Stan« des der ländlichen Erzeugniſſe anſehenz und es verdient deshalb, die dankbarſte Anerkennung der Nicht- Landwir- the. Bei dieſer fortſchreitenden Agrikultur iſt denn auch für dieſe Provinz noh lange keine Uebervölkerung zu fürc<h- ten, beſonders da durch erſtere dem Boden noh ſo manche Scätße werden abgenommen werden, die früher in Ihm verſchloſſen und ungenüßt lagen.

. Was ich Ihnen theils ſchon über die verſchiedenen Land«-

wirthſchaften in den Gegenden die ich durhſtreifte, geſagt habe, theils noh ſagen werde, das wird Ihnen einen ziemlich ſichern Maaßſtab für den gegenwärtigen Zuſtand der Landwirthſchaft in Schleſien geben, und es wird Ih- nen zugleich ein Beweis ſeyn, mit welchem Eifer man ſich. derſelben an ſo vielen Orten annimmt, wie ſehr ſie alſo im Vorwärtsgehen iſt. Was man übrigens für Mittel an- wendet und welc<e Verfahrungsarten man annimmt, um zu ſeinem Ziele zu gelangen, das lernen Sie aus. den be- ſondern Wirthſchaften, die ih Ihnen anführe, am be- ſten kennen.