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ſonders aber bedürfen die Menge Bierbrauereien daſelbſt eine große Maſſe Weißen. Daher iſt auch dieſe Gekreideart bei den öffentlichen Nachweiſungen jedesmal die ſtärkſte.
Am übelſten ſind aber die an Pohlen gränzenden Ge» genden daran. Denn aus dieſem Lande kommt faſt immer, da in der Regel die Preiſe dort niedriger ſtehen, eine Men ge Getreide herüber, und da jene Gegenden noh meiſt wes nig bevölkert, auch im Ganzen mehr nahrlos ſind: ſo ſieht dort der Preis aller Erzeugniſſe. faſt, immer in der ganzen. Provinz am niedrigſten. Meiſt iſt auch ſelbſt bei dieſem niedrigen Stande keine Anwehr, und es wird ein Fort? ſchaffen auf nicht unbeträchtliche Entfernungen nöthig.
Für eins ver Haupterzeugniſſe der Provinz, d. i. die Schaafwolle, iſt zwar durch den immer bedeutender wer=. denden Breslauer Wollmarkt geſorgt; jedoch giebt es auch bei dieſem noch ſo manche fromme Wünſche, deren Erfüls. lung man wohl, da ſie immer mehr und allgemeiner aus2 geſprochen werden, für die Folge erwarten kann. Die kleinern Woll- Märkte, die] in verſchiedenen Provinz. zial- Städten abgehalten werden und die früher ziemlich bedeutend waren, gehen faſt alle im Breslauer unter. Dies iſtauch für das Ganze eher erſprießlich als nachtheilig, weil ſich eher ein, dem Erzeugniß angemeſſener, allgemein fiche» rer Preis bilden kann.
Was die Straßen und Wege anbelangt; ſo-iſt feit ei». nigen Jahren ſo viel dafür gethan worden, und wird mit deren Verbeſſerung ſo eifrig fortgefahren, daß es hö<ſt undankbar wäre, wenn dies nicht allgemein anerkannt“ würde. Manche Kreiſe zeichnen ſich hierin ganz vorzüg» .lich aus, und es.giebt deren, wo es'bald ſo weit ſeyn wird; daß man zu keiner Jahreszeit mehr einen ſchlechten Weg zu paſſiren haben. wird. AxTe ſind ſie freilich noch nicht ſs weit, und es kann wohl hie und da Schuld der Landräthe


