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fage nichts von ver Aufmunterung und Beförderung der Staatsverwaltung, hinſichtlich der Erleichterung dieſes Abſaßes, weil ſich derſelbe meiſt in dieſem Stüc&e nur lei: dend verhalten und vermeiden darf, daß ihm keine Hinder- niſſe in den Weg gelegt werden: indem der eigene Vortheil jedem ſchon von ſelbſt die Mittel und Wege zeigt, die man zu wählen hat, ſeine Producte auf die einträglichſte Wei» ſe anzubringen.
Wa3 aber dies erſte, nämlich die Lage und Berhält- niſſe von Schleſien zu den benachbarten Provinzen betrifft: ſo iſt es in Hinſicht des Abſakes ſeiner ländlichen Erzeug- niſſe ziemlich gut daran. Der ganze ſüdweſtliche Strich, der beſonders den von mir oben angeführten guten Boden hat, ſekt einen großen Theil ſeines Getreides in der Negel nach den Gebirgsgegenden der Provinz, die meiſt ſehr. ſtark bevölkert ſind, und nach Böhmen ab. Es kommen freilich wohl auch bisweilen Zeiten, wo dieſer-Abſalz ſtoEt, wie die3 vor nicht gar langer Zeit noch der Fall war, zwo eine Menge Getreide aus Böhmen und Mähren herüber kamz zedoch gehört dies immer zu den AuSnahmen, und kommt ſo ſelten vor, das dies jenen Abſaß auf die Dauer nicht hemmt.
Die von der Oder nicht allzuentfernt liegenden Gegen- den haben dieſe zum Zuge, um ſie zur Fortſchaffung ihrer Producte zu benußen. Beſonders wird viel Weißen auf derſelben hinunter, und oftmals auch Roggen nach Stettin und Berlin verſchifft. So wie wir aber ſeit einigen Jah- ren faſt alles Unerwartete und Umgekehrte, beſonders bei der Landwirthſchaft erlebt haben, ſo au jekt wiederz denn anſtatt hinunter, wird jeht eine Menge Getreide die Oder heraufgebracht. Die Hauptſtadt Breslau con» Jumirt aber, da ihre Bevölkerung von Jahr zu Jahre im- mer'mehr ſteigt, eine Menge ländliche Erzeugniſſe; be-


