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ſchlechteſten beſoldet iſt, und da darben müßte." Uebrigens hat dieſe Abgabe nur den Namen des Zehnten behalten, und iſt allenthalben in ein“ feſtgeſeßtes Quantum umge-' wändelt worden, was bei guten wie bei ſchlechten Giiwlett immer gleichmäßig entrichtet wird.- "Zu den Belaſtungen der GrundſtüFe gehört dann 4. die Grundſteuer. Da ſie nicht von allen Ländereien gleich»- mäßig" gegeben wird, ſd gebe ich Ihnen hier wenigſtens. eine kurze Ueberſicht von dieſer Abgabe. Sie beſtand ſchon: vor der preußiſchen Beſiknahme von Schleſien, ward aber. auf den Grund einer bereits begonnenen Regulirung mit dem Anfange der preußiſchen Negierung mehr auf einen. gleichmäßigen Fuß geſtellt,"und nach einem beſtimmtern Maaßſtabe vertheilt. Es' ward dieſe Regulirung nach» dem Cataſtro vorgenommen, und in dieſem alle Nußun» gen der Grundſtü>e, ſie mochten ſeyn, von welcher Art ſie wollten, angegeben. Da man nun keinen Aer über das ſechſte'Korn, oder den ſechsfältigen Ertrag, und die meiſten unter dieſem bis zu 3 Korn annahm, ſo ward auch. dieſe Abgabe nicht übertriebenz/ beſonders da noch jeßt der damalige niedere Stand der Getreidepreiſe beibehalten iſt, und der ehemalige Breslauer Scheffel Weißen nur zu 19=- 24 ſgl., der Roggen zu 16=-22 ſgl., die Gerſte zu 14=- 19 ſgl., der Hafer zu 12.bis 16 ſgl, angenommen.
- wird.' Die Nutkung einer Kuh iſt zu 2'=- 3 rklr, veran»
ſc<hlagtz leßteres nur beiguter Weide. Ein Schaaf iſt auf 3 ſgl. jährlihe Nukßung berechnet. Daß die Preiſe des Getreides verſchieden angenommen ſind, kommt daher, weil man bei Anlage des Cataſters auf die Gegenden
* RüFſiht nahm, wo die Güter liegen, wo denn die An-.
wehr der Producte die Verſchiedenheit ihrer Preiſe be- gründet. 2


