Teil eines Werkes 
1,Abt.2 (1822) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 1,Abt.2
Entstehung
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-- 7 emmba bildeten fich daher Sümpfe und Moore, die erſt allmählig troden wurden. Und daher entſtand wohl jener dort be- findliche ſchwarze humoſe Boden,

Die verſchiedenen kleinern Abweichungen des Bodens führe ich Ihnen einzeln an, wenn ich Ihnen die Gegenden durch welche mich mein Weg führt, beſchreibe.

Das Klima von Schleſien iſt ziemlich verſchieden, und zwar ſo, daß die Erndte der Feldfrüchte in manchen Ges genden gegenaudereumeinen Monatabweicht. So beginnt z. B. in den hohen Gegenden des Gebirges dieſelbe in der Regel nicht vor dem 14ten Auguſt, wo ſie in den Ebenen beſonders von Breslau hinunter nach Gros- Glogau ſchon mit dem 15=- 20. Juli anfängt. Au iſt in le» tern Gegenden der Frühling ſchon in ſeiner ganzen Leben- digkeit da, wenn in den erſteren oft noch tiefer Schnee liegt. Auf dem höchſten Gebirge, wo aber kein Getreide mehr gedeiht, ſind wenige Nächte ohne Reif und Froſt.

In Ober- Schleſien, was zwar nicht ſo bedeutend her liegt, als Nieder-Sclefien, trifft dennoch die Erndte gewöhnlich vierzehn Tage ſpäter, auch tritt dort der Früh» ling etwas ſpäter ein und die Frühjahrsfaatbeſtellung verz zögert ſich mehr als in den niedern Gegenden der Provinz.

Der Regenfall iſt ebenfalls nicht allenthalben gleich. Am meiſten ſind die Gegenden, die längs der Gebirge hin liegen, von demſelben begünſtigt... Im hohen Gebirge, beſonders um Schmiedeberg, eben ſo auch in.mehreren Thälern der Grafſchaft Glaß, ſind heftige Regengüſſe und

. Wolkenbrüche nicht gar feltenz daſſelbe kommt auch in

den Gebirgen von Troppau hinüber nach den Karpa- then vor.'; Gewitter gehen in dex Regel.über das flache, Land hin ſchnell, deshalb iſt auch der Hagel nicht allzuhäufig. Zie- hen dieſelben abex aus Nordoſt: ſo häufen ſie ſich oft. au