Teil eines Werkes 
1,Abt.1 (1822) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 1,Abt.1
Entstehung
Seite
262
Einzelbild herunterladen

--- 262--

no<h in ihrer ganzen Kraft herrſchen. Auf einem Boden,

der ſich zum Futteranbau in hohem Grade eignet, und wo der Klee ohne alle Pflege wächſt, findet man dieſen fo. ſelten, daß man es zu den Ueberraſchungen zählen muß, wenn hie und da ein Landwirth einige Morgen an- gebaut hat.

Doh ich laſſe hierüber meinen Freund den Paſior,-

S. in B. reden. Mein erſter Empfang, als ich ihn mit dem Zwee meiner Reiſe bekannt machte, war, daß er mir ſagte, in dieſer Hinſicht kommen Sie hier nach Bodtien. Wollen Sie aber eine Sammlung von Mißbräuchen finden, dann werden Sie nicht umſonſt hieher gekommen ſeyn.

Als Beleg zu dieſer Aeußerung führte er mich durch die Feldmark. Er zeigte mir ſchr ſchönen Klee, den er baute, und der im Anfange des Aprils ſchon fehr viel verſprach. Auf meine Frage, wie er mit dem Wachs- thume deſſelben zufrieden wäre, antwortete er, daß er alles, was man nur von ihm wünſchen könnte, leiſtete. I< fragte weiter, ob denn die Bauern ſich nicht Freude daran ſähen, und ſeinen Anbau nachahmten. Da er- Wiederte er mir, daß jeder der zwey Hufen Land hätte, Höchſtens einen Morgen mit Klee beſtellte. Nun dann Haben ſie vielleicht ſo viele und gute Wieſen, daß das Bedürfniß ſie nicht zwingt, mehr zu bauen. Gar keine, befam ich zur Antwort. Wohl aber werden deren von jedem, jährlich für mehr al8 30 Rthlr. in einer Entfer- nung von beinah zwey Meilen gemiethet. Und für dieſe 30 Rthlr. haben ſie dann oft nicht 40 Centner Heu, ſo daß ihnen der Centner, wenn ſie alle übrigen Koſten rech nen, weit über 1 Rthir. zu ſtechen kommt. Af meine

weitere Frage, ob denn nicht Einzelne hiervon eine Aus-.

A

fühl Aus for j wd( with Eilt|