Teil eines Werkes 
1,Abt.1 (1822) Landwirthschaftliche Reise durch Schlesien. 1,Abt.1
Entstehung
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ſehr, zur Hälfte mit Mergel und zur andern Hälfte mit Miſte zu düngen, und man hat hiervon auch jederzeit gerathene Früchte.

Kleinere Mergel- Lager, wo aber der Kalkgehalt geringer iſt, finden ſich noch bey Türpiß und Kahriſch. Früherhin lag auch ein kleineres bey Deutſch Tſ<hammen- dorf in einem engen Thale, dies iſt aber, da es ſehr un- bedeutend war, ſchon abgegraben. Die Bauern von Rügersdorf betrieben von hieraus ihre erſte Mergelung.

Noch habe ich Ihnen nachzuhohlen, daß längſt der Krönbach, die aus den Thälern von Kamnig und Gla- ſendorf herunterkommt, ein Zug der vortreflichſten Wie- ſen liegt, wobon beſonders Türpikß und Prieborn einen ſchönen Theil haben. Bey der Krönbach iſt der Unter- ſchied ihrer beyden Ufer" in einem langen Striche wieder höchſt auffallend. Denn vom linken Ufer abwärts iſt ver Boden ein milder, fehr fruchtbarer Lehm, dagegen am rechten Ufer ein ſandiger, mit einer Menge Kiesber- gen dur<ſchnittener, mitunter höchſt undankbarer Bo- den. An dieſen Kiesbergen iſt hie und da ihr vulkani- ſcher Urſprung noch unverkennbar, und man findet in und auf ihnen noch eine Menge vulkaniſche Producte.

Da ich Sie einmal wieder zurüsgeführt habe, ſo führe ich Ihnen noch ganz kurz eine zwar kleine, aber voch mit Erfolg geführte Fruchtwechſelwirthſchaft, näm- lich die von Creuzberg an. In hohem Grade iſt hier die. durch das jekige Syſtem gegen die ehemalige Drey-

felderwirthſchaft erhöhte Tragbarkeit des Bodens ſichtbar.

Dieſer iſt ein ſandiger Thon, hie und da mit kieſiger,

größtentheils aber mit undurchlaſſender Unterlage. Dar-

aus ergiebt ſich denn ſchon ſeine Verſchiedenartigkeit und

ſeine ſchwierige Bewirthſchaftung. Auf dieſem hat ſein 16*