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ven, erreicht man grade das vorzüglich, was man dürch Weideliegen überhaupt erreichen will; nämlich den Ak- ker zu erfriſchen, und das Kapital an in demſelben niedergelegter Kraft mit 100 pro Cent Zinſen zurüzu- nehmen.
Die Weiden, welche ich hier ſah, waren auch aus- gezeichnet, und die darauf wachſenden Gräſer und Pflan- zen ganz auf das Wohlbefinden der Schaafe berechnet. Daher mag es denn wohl auch kommen, daß dieſe ſich in ſo gutem Zuſtande befinden, und ihre Wolle von ſo manchen Fehlern frei war/ die aus Mangel und ſchlech- ter Haltung entſtehen.
Auf einem einzelnen Gute würde man freilich dieſe Fruchtfolge nur mit einigen Aufopferungen für den An- fang wählen können, ob ſie gleich immer für einen leich- fen und armen Boden das einzige Mittel ſeyn würde, ihm aufzuhelfen.
Daß im abtragenden Schlage eine Halmfrucht auf die andere folgt, halte ich für keinen Fehler, und es würde ein weit größerer ſeyn, wenn man von den drey Weideſchlägen, die auf einander folgen, einen abbrechen und hier einſchieben wollte; denn grade im zweyten und dritten Jahre iſt die Weide am kräftigſten, und bringt dem Boden ſelbſt den meiſten Seegen.
III. Nieder- Hemmersdorf.
- Hier iſt der A>er eina milder und ziemlich frucht- barer Mittelboden, mit etwas Steinen verſeßt. Die Unterlage bald ſandiger Lehm, bald Letten, daher iſt auch die Güte des Bodens ſehr ungleich. Die Lage iſt zum Theil flach, zum Theil ſind es Berglehnen. Die hie- fige Fruchtfolge iſt:


