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Ist der Arbeit viel, so mufs man sie zu jeder Zeit vornelımen, wenn man in die Erde kommen kann. Dieses ist der Fall, wenn ein Wirth ein Guth antritt, wo das Land noch gar nicht entwässert war, oder die Abzüge erneuert werden müssen. In Stoppeln pflegt man sie im Winter, in der Brache aber im Sommer zu machen. Werden sie nur in einem oder zwey Feldern erfordert, so wählt der Wirth die ihm bequemste Jahrszeit. Viele sehr geschickte Landwirthe wollen indessen von keiner andern Jahrszeit als dem: Sommer: wissen. Sie behaupten,'dals sie die Abzüge weit or- dentlicher und sauberer als im Winter machen könnten, wo die Erde mehr zusammenbackte, und dafs dieses das Wasser hindere, sich durch die kleinen unmerklichen Adern, die in dem Boden sind, durchzuzie- hen. Sie wollen auch bemerkt haben, dafs das Öffnen des Erdbodens bey trockner Jahrszeit das Entwässern erleichtere, weil sich die feinen Erd- theilchen, wenn sie einmal auseinandergebracht und gut ausgetrocknet sind, nicht so leicht wieder verbinden, dagegen das Zusammenbacken im Win- ter die Zähigkeit des Bodens zu vermehren beyträgt, nicht zu gedenken, dafs das Fahren auf dem Felde im Winter weit unsicherer und beschwer- licher als im Sommer ist.
Herr Young zu Clare in Suffolk ist einer ganz entgegengesetzten Meinung. Er sagt:» dafs er nie im Sommer Abzüge machte, weil damit » zweyerley Unbequemlichkeiten verbunden wären: ı) dals die Grabenarbeit »in einem thonigen Boden in dem Zeitpunkte, wo er trocken und hart »ist, sehr schwer sey, und es 2) überdem zu der Zeit an Mulse und guten »Arbeitern sehr fehle.« Der Mangel an Arbeitern kann an vielen Orten ein unwiderleglicher Einwand seyn, aber die Dürre ist es nicht, weil die erste Arbeit mit dem Pfluge geschiehet. Läfst man also die Furchen nur nicht zu sehr austrocknen, und den Spaten nach dem ersten kleinen Re- sen folgen, so ist Feuchtigkeit genug im Lande, um es ohne grolse Schwie-
rigkeiten bearbeiten zu können.


